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Venlafaxin absetzen: wenn der Nebel sich lichtet..

Es ist ziemlich krass, was grade passiert. Ich habe euch vor gut drei Wochen auf Instagram mitgenommen auf meine Reise: Schluss mit Antidepressiva, nach 15 Jahren. Ich wollte endlich Venlafaxin absetzen. Ausgangspunkt: 225mg, Ziel: runter auf Null. Das Ganze hatte ich ein Jahre lang stufenweise durchgezogen, habe immer wieder um 37,5 mg reduziert. Und an der letzten Hürde bin ich vor kurzem gescheitert. Wobei.. scheitern ist hier definitiv das falsche Wort.

Venlafaxin absetzen

Da die wenigsten Menschen wissen, welche körperlichen Zustände man beim Absetzen von Antidepressiva erlebt, habe ich meine Reise auf Instagram dokumentiert. Bei der Recherche habe ich gelernt, dass es dabei egal ist, ob Du ein Antidepressivum sechs Wochen oder sechs Jahre einnimmst. Die Zustände sind immer sehr ähnlich.

15 Jahre Antidepressiva

Ja, solange habe ich schon mit diesen kleinen Pillen zu tun. Und ich habe hier auf dem Blogazine auch schon meinen Standpunkt dazu erläutert. Ich verteufele die Tabletten nicht. Wer so am Boden ist, dass nichts Anderes mehr hilft, der sollte sich die Unterstützung holen. Nur ist eben die Gefahr da, statt Therapie und Auseinandersetzen mit dem Ursprung der Krankheit, zu schnell dazu zu greifen.

Damals war ich beim Radio- nach Außen immer gut gelaunt..

Ich bin jetzt 36. Mit Anfang 20 hatte ich begonnen, Antidepressiva zu nehmen. Ich kam damals ins Krankenhaus, mit der Diagnose “mittelschwere Depression und Panikattacken”. Ich fing an mit dem Medikament Citalopram, um morgens in den Tag zu kommen und nahm abends Remergil, zum Runterkommen. Tavor, ein Beruhigungsmittel, wenn die Panikattacken ganz schlimm waren. Nach dem Krankenhausaufenthalt nahm ich ungefähr 15 Kilo zu. Es folgten intensive Jahre mit einer Verhaltenstherapie und einem sogenannten Angstmodul. Die Panikattacken hatte ich damit gut im Griff. Als ich versuchte, die Medikamente abzusetzen, kam die Depression wieder. Ich ging wieder stationär und wurde auf Venlafaxin aufdosiert. Mittlerweile war ich Mitte 20. Ich begann eine tiefenpsychologisch basierte Therapie, um weiter an mir zu arbeiten- mich verstehen zu lernen.

Ein aufregendes Leben

Ich hatte immer ein sehr aufregendes Leben, positiv wie negativ. Ich war impulsiv, brach das Studium ab, heiratete mit 24, war mit 26 geschieden. In Beziehungen war es ein ständiges Auf und Ab. Auch mit meiner Familie gab es immer wieder Probleme. Ich trank zu viel und ging zu viel feiern. Das alles wohlgemerkt unter Antidepressiva- Alkohol und Tabletten vertragen sich sehr schlecht. Trotzdem bin ich aber auch ein sehr lustiger Mensch, liebe es, andere zum Lachen zu bringen. Ich feiere guten Humor, ich bin die Königin der Wortspiele. Und das macht es für mein Umfeld auch so schwer, dieses Gefühlschaos zu verstehen… Man ist nie NUR traurig. Es wechselt sich ab, wie bei “normalen” Menschen- nur sind die Tiefs viel schlimmer.

Angang 2012 lernte ich den Vater meiner Tochter kennen und wurde schnell schwanger. Zu dieser Zeit nahm ich jedoch immer noch 225mg Venlafaxin und wurde innerhalb von wenigen Wochen auf 0 abdosiert. Rückblickend weiß ich nicht, wie ich das schnelle Absetzen ausgehalten habe. Wahrscheinlich gab mir die Tatsache, dass ich ein Kind in mir trug, so viel Kraft, dass ich die Nebenwirkungen besser verarbeiten konnte.

Ein Leben ohne Venlafaxin? Schwierig

Ein Jahr nach der Geburt unserer wunderbaren Tochter wurde eine verschleppte Wochenbettdepression festgestellt. Ich musste ins Krankenhaus und das war mit Abstand der schlimmste Aufenthalt meines Lebens. Weil ich getrennt war von meinem liebsten Kind, meinem einzigen Sinn des Lebens damals. Innerhalb von vier Wochen wurde ich wieder hochdosiert auf 225mg Venlafaxin. Ich trennte mich kurze Zeit später von meinem Partner, zog um, baute mir ein neues Leben auf. Die Tabletten nahm ich bis vergangenes Jahr in genau dieser Dosierung.

HEUTE

Dann kam mein jetziger Mann. Und ich wollte wieder runter von dem Zeug. Warum? Die Gründe sind vielfältig: Ich habe über die Jahre massiv an Gewicht zugenommen. Venlafaxin hat beim Aufdosieren den Effekt, dass man abnimmt, weil der Körper viel verbrennt, auf Hochtouren kommt. Bei Langzeiteinnahme nehmen die meisten Patienten aber tendenziell zu. Bei mir sind es +15 Kilo. Eine Herausforderung für das Ego…

Nebenwirkungen von Venlafaxin

Auch sogenannte Missempfindungen machten mir zu schaffen. Ich war oft teilnahmslos, was mich sehr erstaunte, da ich eigentlich ein sehr sensibler Mensch bin. Vielen Menschen habe ich damit in meinem Leben vor den Kopf gestoßen, was mir sehr Leid tut. Und on Top das Gefühl, nicht man selbst zu sein. Wer bin ich ohne Tabletten? Diese Frage stellte ich mir mehr als ein Mal.

Ich bin angekommen. Mein Mann, meine Tochter, unser Leben- so wollte ich es immer. Ich habe jetzt schlicht und einfach die Kraft, abzudosieren.

Venlafaxin absetzen

Also, wieder von vorn. Abdosieren von 225mg, Angefangen vor gut eineinhalb Jahren nach meiner Kur. Es ging gut, war schwer, aber machbar. Bis ich zur 37,5 mg Grenze kam. Was dann folgte- war schrecklich. Schwere Albträume, tiefe Traurigkeit, Panikattacken, Schwitzen, Weinkrämpfe, Zaps (fühlen sich an wie Stromstöße). Ganz ehrlich: so stelle ich mir einen Drogenentzug vor. Seit zwei Wochen habe ich mich entschlossen, die 37,5 mg noch ein wenig beizubehalten.

Wie geht es mir jetzt?

Momentan erhole ich mich immer noch von dem letzten Versuch, die Tabletten ganz weg zu lassen. Und ich merke, wie ich auch mit 37,5 mg mit Dingen konfrontiert werde, die ich über Jahre gut verdecken oder verstecken konnte. Themen wie Eifersucht, Angst vorm Verlassen werden oder andere Mechanismen, die aus meiner Kindheit stammen. Ich hatte sie einfach weggedrückt, die ganzen negativen Empfindungen meiner Seele. Mir ging es zwar schlecht, aber mehr oberflächlich. Ich wusste nicht, warum, aber ich musste schlicht funktionieren, als Alleinerziehende. Da war kein Platz für so viel Selfcare. Jetzt steht jeden Tag ein anderes Thema auf meiner Agenda, ich analysiere, beobachte, reflektiere. Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man klarer. Aber eben nicht nur die Farben, die Freude, das Glück. Sondern eben auch den Schmerz, die Abgründe, die Traurigkeit.

Wie es weitergeht? Ich habe kommende Woche einen Termin im hiesigen Bezirksklinikum. Dort möchte ich mich einer Magnetfeldtherapie unterziehen. Diese hilft vielen Patienten bei Depressionen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Venlafaxin absetzen – UPDATE 24.09.2020

Ich bin seit einem guten halben Jahr wieder auf 75 mg. Damit bin ich stabil, auch während Coronazeiten, Home Office und Co. Zusätzlich werde ich diesen Herbst wieder eine TMS machen und ich nehme CBD Tropfen zur Unterstützung. Ein völliges Absetzen des Venlafaxin steht im Moment nicht zur Debatte. Ich kenne jetzt meine Baustellen und möchte weiter an ihnen arbeiten, bevor ich den nächsten Absetzversuch starte. Auch zur Art des Absetzens möchte ich aus heutiger Sicht sagen: das war falsch. Die letzten 37,5 mg werde ich nicht mehr auf einen Schlag weglassen. Wie unten in den Kommentaren auch einige Leser ausführen, gibt es Anbieter, die die Tabletten mit Kügelchen in 1mg Dosierung anbieten. So kann man jeden Tag ein Kügelchen weglassen und ist nach 37 Tagen auf null. Klingt für mich einleuchtend und gut, wer dazu Erfahrungen gemacht hat, ich freue mich über einen Kommentar!

NEU: Venlafaxin abdosieren: Facebook Gruppe

Weil außerdem hier so viele Menschen aufeinander treffen, die ihre Erfahrungen austauschen wollen, haben wir eine Facebook Gruppe eingerichtet, wo wir in einem geschützten Raum reden können.

Hier geht’s zur Gruppe. 

76 Comments

  • Onlys
    28. Dezember 2020 at 17:30

    Ich weiß gar nicht, ob ich mich trauen soll zu sagen welche Dosis nehme, da die meisten Kommentare 37,5mg beinhalten, aber ich versuch es trotzdem mal.

    Ich bin 35, habe eine multiple Persönlichkeitsstörung und nehme seit über 10 Jahren täglich 300mg Venlafaxin und würde sehr gerne keine mehr nehmen. Aus diesem Grund habe ich den Psychiater gewechselt, seit Dezember nehm ich „nur“ noch 225mg, die erste Zeit hab ich ziemlich gefroren, aber ich dachte mir, ich halt das jetzt aus. Nun nach 3 Wochen mit 225mg merk ich wie wenig Antrieb ich habe und wie oft ich den Tränen nahe bin. Ich werd erstmal nicht erhöhen, sondern Anfang Januar es mit meiner Psychotherapeutin bereden, denn sie hat bedenken, dass die 300mg einen Therapiefortschritt im Wege stehen.
    Keine Ahnung warum ich euch so zutexte, vllt mit der Hoffnung, dass noch jemand die tägliche Dosis von 300mg hat/hatte und mir Mut machen kann.
    VG

    Reply
  • mörf
    11. Dezember 2020 at 14:44

    Hi alle beisammen,

    ich fasse meinen Mut zusammen und frage euch um eure Erfahrungen. Vielleicht kann ja der eine oder andere mir helfen. Zu meiner Leidensgeschichte, aufgrund Familiärer Probleme und der trennung meiner Eltern fiel ich in ein schwarzes Loch im Alter von 18 Jahren. Immer wieder schaffte ich es mit einer begleitenden Psychotherapie und sehr vielen Aktivitäten daraus bis auf dieses mal. Aktuelle bin ich 23 Jahre alt. Im Juni 2020 fiel ich erneut in ein Loch, welches durch Hoffnungslosigkeit, Angst und starken Depressionen erfüllt war. Zunächst besuchte ich meinen Hausarzt, welcher mir Laif 1000 verschrieben hat. Ich nahm sie 4 Wochen ohne Erfolg, jedoch muss ich erwähnen das es mir zwischenzeitlich auch etwas besser ging. Im August dann ging es mir viel schlechter und ich rief sofort meinen Psychologen an welcher mir am selben Tag Gott sei dank einen Termin gab. Das allererste mal hat er zu mir gesagt, dass ich Medikamentöse Unterstützung brauche, da ich wortwörtlich total am Boden zerstört war. Ich habe nur noch geweint, konnte nicht mehr schlafen, nichts essen, verlor dadurch 9 Kg, innerhalb 3 Wochen. Diese innere Unruhe und die Angst vor der Angst (klingt komisch, ich weiß) haben mich fertig gemacht. Ein Tag später ging ich sofort zum Psychiater welcher mir aufrichtig zugehört hat und mir wirklich helfen wollte und er verschrieb mir Venlafaxin 37,5 mg. Nach 5 Tagen sollte ich auf 75mg erhöhen. Das tat ich auch, in der zwischenzeit ging es mir Tag zu Tag besser. Nach knapp 12 Tagen der Einnahme von 75mg, bekamm ich nervöse Unruhe und rief meinen Arzt an. Er sagte zu mir das ich wieder auf 37,5 mg reduzieren soll und das tat ich auch. Knapp 4 Wochen nach der Einnahme ging es mir wieder super. Ich hatte einen Termin
    bei meinem Psychiater welcher mir aufgrund meines positiven Zustandes gesagt hat, dass ich innerhalb der nächsten zwei Wochen mit den Medikamenten aufhören kann. Bis dahin war alles gut.
    Fünf Tage nach dem ich auf 0 war, fing wieder alles an. Die Angst die Hoffnungslosigkeit, sodass ich auf Rat des ADFD Forums 25mg Venlafaxin eingenommen habe. Ganze 4 Wochen lang, leider änderte das nichts an meinem Zustand, sodass ich erhöht habe auf 37,5 mg. Nach der erhöhung ging es mir besser aber immernoch nicht so gut. Also erhöhte ich nach 4 Wochen erneut auf 75mg. Natürlich alles unter Ärztlicher Beobachtung. 18 Tage nahm ich 75mg ein aber das ständige Gedankenkreisen hörte nicht auf, sodass ich auf 150mg gestiegen bin. Heute ist der 13 Tag seitdem ich 150mg einnehme. Die ersten 2 Tage war ich total drüber als ob ich einen Joint geraucht habe. Ich wolte nur noch schlafen. am 3 Tag fing es mir der nervösen unruhe an, begleitet durch einer heftigen Verstopfung und schlafproblemen. Naja das sind alles Nebenwirkungen die ich in Kauf nehme, wenn ich mich dadurch besser fühlten sollte. Nun ist es so, dass es mir mal gut geht und mal schlecht. Die Angst vor der Angst ist immernoch etwas da. Meine Frage wäre jetzt, ob ich diese Dosis einfach länger Zeit braucht um zu wirken oder ich erneut erhöhen muss? Ach, ich bin so krass verzweifelt. Ich bitte um jegliche Erfahrung. Ach ja, ganz so nebenbei, bin ich Studentin und studiere Biologie. Ich will mich wieder komplett auf meine Uni fokussieren können.

    Sry, für diesen langen Text aber anderster kann ich mich nicht deutlich ausdrücken.

    Liebe Grüße

    Mörf 🙂

    Reply
    • Naali
      24. Dezember 2020 at 15:20

      Hallo Mörf

      Ich denke du hast viel zu schnell erhöht. Und auch das absetzten ging bei dir anscheinend zu schnell.
      In einer Psychotherapie lernt man mit den Symptomen umzugehen.
      Wie du vielleicht schon gelesen hast weiter unten, Nehme ich Venla nun schon 28 Jahre. Ich habe sehr viel versucht endlich davon los zu kommen.
      Nun habe ich ein ganzes Jahr gebraucht um von 75 auf 37,5 zu gelangen. Und ich denke es war trotzdem noch zu schnell. Mit der ganzen Zeit ist die Biochemie im Hirn bei mir durch das ganze absetzen und wieder eindosieren so sensibel geworden, das alles nur sehr langsam bei mir voran geht.
      Ich kann dir nur raten: Habe Geduld mit dir. Versuche das umzusetzen was du in der Therapie gelernt hast. Und versuche ( auch wenn es sehr schwer fällt) immer etwas positives in deinen Tag einzubauen.

      LG Naali

      Reply
  • Steffi
    9. Dezember 2020 at 15:14

    Hallöchen,
    Ich lese das hier mit sehr viel Interesse.
    Ich bin 39 Jahre habe 2 Kids und bin Verheiratet.
    Ich bin mit Ängsten groß geworden, Krankheitsbedingt und Familiär, also ein Teil höchst wahrscheinlich auch angeboren.
    Wo ich 18 Jahre alt war fingen leichte Parnikataken in Straßenbahn und Fahrstuhl an. Ich bin zum Psychologen und habe gleich Tabletten bekommen.
    Diese hatte ich dann nach 2 Jahren einfach von heute auf morgen abgesetzt und hatte keine Probleme damit wahrscheinlich weil die Krankheit noch nicht ausgeprägt genug war. Da hätte man mit Psychotherapie anfangen müssen das jetzt 20 Jahre her.
    Mit 25 Jahren hatte ich eine kleine Hirnblutung wegen eines Kavernom am Hirnstamm das hatte das Fass zum überlaufen gebracht. Ab da waren ständig Parnikataken, ständige Angst, kontrollverlust mein Begleiter. Wurde auf venlafaxin im Krankenhaus eingestellt weil nix mehr ging. Die habe ich geschlagene 13 Jahre genommen immer wieder in anderen Dosierungen mit Tagesklinik, Reha, Klinik und gesprächstherapien. Anfang 2019 hab ich angefangen Venlafaxin 37,5 mg kügelchenweise erst 6-5 jede woche zu reduzieren dann nur 1 kugel pro woche immer wenn symthome kamen wieder eine Kugel hoch. Bis ich bei 0 war. Das ging 9 Monate mehr oder weniger gut dann kam Ängste und Depression wieder meist 1 woche vor der Periode und verschwanden wieder. Da hätte ich vielleicht am Anfang noch mit Therapie oder enspannungstechnicken gegenwirken können aber man wartet bis es garnicht mehr geht. Seit heute nehme ich wieder venlafaxin 37,5 mg werde in 6 Tagen auf 75 mg erhöhen. Mein fahrzieht wenn man von den Venlafaxin weg ist muss man sein Leben ruhiger gestalten man kann mit anderen nicht mithalten und vergleichen darf man sich schon garnicht und man muss immer am Ball bleiben auf sich achten. Ich habe mich schwer getan mit dem Medikament wieder anzufangen aber mir hat es gezeigt das ich noch nicht geheilt war, das ich immer noch in dem alten Verhaltensmuster stecke. Ich weiß auch nicht ob man es ändern kann aber ich weiß das ich lieber einwenig gedämpft durchs leben gehe als mit den Ängsten und dem Kummer. Was macht denn dann noch das Leben lebenswert wenn man sich von einem Tag zum nächsten hangelt. Wer keine Schilddrüse mehr hat nimmt hormone wer zucker hat Insolien wenn ein Kopf zuwenig von dem seratonien Ausschüttet ob nun angeboren oder anerzogen hat die Möglichkeit ein Medikament zu nehmen wenn alles andere gescheitet ist. Nie aufhören an sich zu Arbeiten denn nur so kann man vielleicht irgend wann ohne.
    P.S Bei Frauen hat das auch oft was mit der Periode zu tun das sie nicht von venlafaxin weg kommen denn da muss der Körper viele Hormone steuern und wer schon mit PMS zu tun hat bekommt den Ausgleich sehr schwer hin. Das war bei mir der Fall warum ich es jetzt wieder nehme.

    Reply
  • Ramona
    4. Dezember 2020 at 12:25

    Hi,
    bei mir hat es damals mit Panikattacken, Depressionen, sozialer Phobie angefangen, als ich 10 Jahre alt war.
    Mein Papa ist manisch Depressiv und in seiner Familie sind psychosomatische Erkrankungen auch verbreitet. Bei mir hat sich somit auch ein Teil vererbt. Ich nehme seit 16 Jahren Antidepressiva und habe schon sehr viele Therapien, Tavor Abhängigkeit und viele verschiedene Medikamente hinter mir. ich bin jetzt 32. Vor 9 Jahren habe ich meinen Sohn bekommen und ich bin seitdem viel stabiler. Ich hatte vor seiner Geburt 90mg Cymbalta, 75 mg Venlafaxin und 200mg Lamotrigin. Seit meiner Schwangerschaft habe ich die Cymbalta weggelassen, und die Lamotrigin auf 100 mg reduziert. Vor 4 Jahren ist mein Partner und somit auch der Papa meines Sohnes mit 30 Jahren durch einen unverschuldeten Verkehrsunfall gestorben. Das war das schlimmste Erlebnis meines Lebens, obwohl ich schon sehr viel hinter mir habe. Seitdem bin ich auf 150mg Venlafaxin und 100mg Lamotrigin eingestellt. Seit 1 Woche habe ich angefangen Venlafaxin zu verringern. Nehme abwechselnd einen Tag 150 mg und den anderen Tag 75 mg, das vertrage ich am Besten beim runter dosieren. Ich wünsche mir irgendwann wieder komplett auf 75mg zu kommen, darunter war ich seit 15 nicht. Bin froh, wenn das erstmal so jetzt klappt. Habe Grippe Symptome ansonsten, merke ich psychisch nichts negatives. Ich wollte sie runter dosieren, da ich einfach das Gefühl habe, keine richtige Verbindung mehr zu meinen Gefühlen herstellen zu können. Ich fühle mich seit längerem jetzt sehr stabil und möchte endlich wieder empfinden. Fühle mich so gedämpft in meinem Empfindungen durch die 150mg. Ich hoffe es klappt. Sorry für den langen Text *g*

    Reply
  • Ilka
    1. Dezember 2020 at 7:27

    Guten Morgen zusammen, mit grossem Interesse habe ich gerade die Beiträge verschlungen. Ich selber habe vor ca, zwei Wochen Venlafaxin 37,5 abgesetzt, 10 Tage lang ging es mir total super damit, aber dann ging es los. Zaps, furchtbare Angst, die den ganzen Tag anhält, Hoffnungslosigkeit, schlimmer alles als zu Anfang der Krankheit. Nun nehme ich seit 6 Tagen wieder 37,5 mg aber es bessert sich bisher nicht und das macht meine Panik noch viel größer. Wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis nach Wiedereinnahme eine Besserung zu spüren war. Ich habe schreckliche Angst, das Venlafaxin jetzt nicht mehr hilft.
    LG
    Ilka

    Reply
    • heysister
      1. Dezember 2020 at 9:19

      Guten Morgen liebe Ilka, und als allererstes der Satz: es wird besser. Aber es dauert, wie am Anfang auch bis zu zwei Wochen, weil da alles wieder komplett auf Null war in Deinem Hirn- salopp gesagt. Ich drücke Dich ganz fest aus der Ferne! LG Susi

      Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:44

      Hi lIka, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Nici
    17. November 2020 at 8:56

    Es ist so beruhigend zu lesen, dass andere Menschen durch die gleiche Hölle gehen – auch wenn jede Hölle natürlich individuell und verschieden ist… Egal ob beim einschleichen des Ad’s oder beim absetzen, es scheint sich ein Muster abzuzeichnen – von 37,5 mg bis auf 0 scheint der schlimmste Schritt zu sein, egal, wie hoch man davor dosiert war… Auch ich habe wieder mal abgesetzt ( 37,5mg)und ich bin nicht so weise wie die meisten hier – ich habe es “einfach” weggelassen ( und das nicht das erste Mal, seit ich vor ca. 15 Jahren mit Venlafaxin beginnen musste ) … Immer wieder das gleiche – erst die körperlichen Absetzerscheinungen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Zuckungen, Blitze in den Nerven ( anders kann ich es nicht beschreiben…). Ich habe dann diesmal ( 1 Woche nach der letzten Dosis Venlafaxin ) mit Johanniskraut ( 900mg) angefangen, was anfangs zu helfen schien – zumindest waren die Absetzerscheinungen plötzlich besser… Aber es kommt in Wellen immer wieder – allerdings jetzt psychischer Natur… Nach – genau wie hier ganz oft beschrieben wurde – ca. 2-3 Monaten setzen anscheinend die psychischen Entzugserscheinungen ein – ich falle wieder in Löcher, fühle mich schlapp und antriebslos und vor allem bin ich mega wütend, gereizt und aggressiv… Das schwankt von Tag zu Tag und immer wieder überlege ich, ob ich “so” für mein Umfeld ( Kinder, Freunde, Bekannte…) überhaupt noch tragbar bin… Ich fühle mich mit mir selbst nicht wohl und möchte eigentlich nur wieder zurück zum Venlafaxin, aber was, wenn das alles nur zum Absetzen gehört und ich da durch muss und dann ist es irgendwann vorbei?? Ich bin vermutlich gar nicht wieder “depressiv”, sondern leide nur unter dem Entzug… Oder bin ich doch wieder depressiv und mache mir etwas vor??? Es ist ein einziger täglicher Kampf, aber ich konnte doch auch mal ohne dieses Zeug leben… Ich habe keine Unterstützung von einem Arzt/Therapeuten, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass es denen lieber ist, ich bleibe fein “dosiert” und unproblematisch… Es wäre jetzt der einfache Weg, mir wieder eine Kapsel einzuwerfen und nach und nach würde ich wieder funktionieren wie gewohnt, aber dann kommen solche Lieferengpässe, wie im Frühjahr/Sommer und mir wird bewusst, wie abhängig ich von der Pharmaindustrie bin… Kommen wirklich die Ängste und Depressionen zurück, wenn man das Teufelszeug absetzt, oder ist das vielleicht ein Trick der Pharmaindustrie, um uns bei der Stange zu halten?? Ich meine, einfacher und unproblematischer kann man kein Geld verdienen, als Millionen von (Medikamenten-)abhängigen “kranken” Menschen Drogen auf Rezept zu verkaufen, oder?? Ich will ehrlich sein – es hat mir in der schlimmsten Zeit meines ( vor ca. 15 Jahren )Lebens wirklich geholfen, das Licht am Ende des Tunnels wieder zu sehen, aber jetzt habe ich das Gefühl, ich komme mit dem normalen Alltag nicht mehr klar, empfinde zu schnell und zu stark Stress, den meine Mitmenschen gut wegstecken und entscheide mich dann doch wieder für das Ad, um mithalten zu können… Was, wenn die AD’s genau das angerichtet haben?? Meine Nerven so dermaßen sensibilisiert, dass ich schon bei kleinen Reizen ( Stress, Ärger, Niedergeschlagenheit..) viel schneller überreizt bin, als Menschen, die noch nie auf ein AD zurückgegriffen haben??? Und was macht das Zeugs mit mir, wenn ich mich entscheide, es dauerhaft zu nehmen?? Es gibt doch keine wirklichen Langzeitstudien – die modernen AD’s gibt es seit 50-60 Jahren – ich habe Angst, deswegen irgendwann nicht mehr zu wissen, wer meine Kinder sind, wenn sie vor mir stehen…Ich nehme “nur” 37,5mg, wenn ich es nehme, alles andere macht mich überdreht und schlaflos und “zu laut”, wie jemand hier so schön formulierte… Aber es schirmt mich auch merklich ab, von allem, was negativ ist, so wie vor allem, was positiv ist… Ich empfinde Traurigkeit und Wut genauso gedämpft und mit Abstand, wie Freude und Liebe…Das ist ja auch Sinn der Sache, macht mich aber (gefühlt zumindest) zu einem anderen Menschen… Ich schreibe mir hier gerade wirr alles von der Seele und hoffe, dass das in Ordnung geht – in Zeiten von Corona ist es noch schwieriger, sich zu treffen, um mit jemandem zu reden, als sonst schon, gerade wenn es um solche Themen geht… Ich bin total froh, ein solches Forum hier gefunden zu haben – nirgends wird sonst so ehrlich und ungeschminkt berichtet – googelt man “Absetzen von Venlafaxin” kommen irgendwelche Seiten, die mir versichern, dass der ganze Spuk nach 2-4 Wochen spätestens vorbei ist, weil es KEINE Abhängigkeit gibt!!! Alles was danach kommt, ist ein Rückfall in die Depression, weswegen ich mal schleunigst mein Medikament wieder nehmen sollte, da ich (noch??)nicht “geheilt” bin… Ich bin gerade jemand, der abgesetzt hat und sich in der unangenehmen Phase befindet, nicht zu wissen, was jetzt der richtige Weg ist und ich habe einfach nur all meine Gedanken zum Thema hier mit euch geteilt, ohne irgendeiner “Fraktion” Pro bzw. Contra angehören zu wollen – ich bin schlichtweg ratlos zur Zeit…

    Reply
    • Sarah
      17. November 2020 at 9:52

      Hallo nici
      Ich bin auch gerade dabei abzusetzen und habe nicht komplett die letzten 37,5 weg gelassen sondern nur 1 Kugel also 12,5 mg ! Und trotzdem leide ich so massiv !!
      Ich glaube aber ganz fest daran das man da mit ganz viel Ruhe hin bekommt ! Denn wie du schon sagst man hat ja vorher auch ein normales Leben gehabt ohne Medikamente! Und beim runtersetzen ist man wegen allem gestresst also muss das da von kommen !
      Wo kommst du denn her ? Und gehst du arbeiten oder hast du Zeit für Ruhe beim absetzen ??

      Reply
    • Naali
      22. November 2020 at 8:30

      Hallo Nici

      Du sprichst mir aus der Seele. Genau so geht es mir im Moment auch. Ich nehme Venla nun schon seit meinem 18 Lebensjahr und nun bin ich 36. Ich habe es etliche Male versucht abzusetzen. Es hatte nie geklappt. zu letzt hatte ich echt von morgens bis abends eine starke Panikattacke nach der anderen und das Leid war so groß das ich wieder mit Venla anfing.
      2018 habe ich dann ein ganz wundervolles Forum gefunden mit Menschen denen es genauso ging. Das adfd.org Mit ihrer Hilfe habe ich gelernt, dass ich jedesmal viel zu schnell abgesetzt habe. Deswegen dauerte es diemal ein ganzes Jahr um von 75mg nun auf 37,5mg runter zu kommen.
      Diese halte ich nun schon ein Jahr und die Nebenwirkung durch das ausschleichen hören einfach nicht auf. Klar mein Körper braucht Zeit um sich zu regenerieren, aber so lange? Mittlerweile verfluche ich richtig überhaupt damals mit dem Venla angefangen zu haben. Damals vor dem Venla ging es mir nicht so schlecht wie jetzt mit dem Zeug. Ja, ich war etwas schüchtern von Haus aus und ängstlicher. Aber das hatte mit meiner Erziehung zu tun. Eine simple gute Psychotherapie hätte da auch geholfen! Nun sind Krankheitsbilder dazu gekommen nie ich damals nie kannte. Aber wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer!
      Nun sind in meinem Kopf genau die gleichen Fragen wie in deinem.
      Fakt ist auf alle Fälle das die Langzeit Schäden noch nicht erforscht sind. Oder sie sind erforscht und die Pharmaindustrie verschweigt sie?
      Nein ich möchte das Zeug nicht mein ganzes Leben lang nehmen. Es gab doch auch ein glückliches Leben davor! Oder hat das Venla alles in meinem Hirn so kaputt gemacht das es das gar nicht mehr geben kann?
      Ich habe mal gelesen das ,dass Hirn die Fähigkeit besitzt sich zu regenerieren. Und daran glaube ich einfach. Ich hoffe nur bis dahin ist es nicht zu spät.
      Ich fühle mich einfach nicht mehr nach mir Selbst.
      Ich war früher nicht so schnell reizbar. Und so wenig belastbar. Selbst zu viele Töne\Stimmen sind mir schon zu viel, dass ich schlecht gelaut und wütend werde. Nein ich möchte es alles nicht mehr! Ich will nur mein altes Leben zurück! Auch wenn es heißt das ich dann wieder ein wenig ängstlicher und schüchterner wäre!

      Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:45

      Hi Nici, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
    • Barbara Müller
      31. Dezember 2020 at 16:12

      Wahnsinn, das hätte mein Text sein können……… nur ich bekomme es nicht mal mehr hin so viel zu schreiben. Bin leer. Ich kämpfe auch mit mir das Teufelszeug wieder zu nehmen. Mein Mann, selbst meine Tiere leiden unter mir. Ich habe jetzt 1/4 Jahr ohne durchgehalten
      Die kleinste Anforderung lässt mich platzen
      Das Blöde ist, ich habe vela bekommen um schmerzen zu dämpfen. Hat auch geholfen 5 Jahre lang.

      Reply
    • Chrissi
      3. Januar 2021 at 11:14

      Hallo an alle!
      So gerne würde ich jemand schlaues/professionellen kennenlernen, der mir erklären kann, bzw. das Statement erklären kann, dass man nicht abhängig wird von Venlafaxin. Was sind es denn dann für Entzugserscheinungen , die man hat, wenn man versucht (zum wiederholten Male), runter zu dosieren? Ich kann mich zumindest vor Schwindel kaum bewegen und das: weil ich jetzt den 7. !Tag 12, 5mg weniger einnehme, ausgehend von 75mg…

      Reply
  • Henrike
    10. Oktober 2020 at 18:44

    Hallo zusammen, ich bin dabei zu reduzieren, schon über 1/2 Jahr. Von 37,5 mit der Kügelchenmethode. Es ist zum wegrennen. Das Ende ist in Sicht, wenn es nicht so wäre, ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalten würde.
    Ständige Hoffnungslosigkeit, manchmal Handlungsunfähigkeit wenn zu viel auf einmal kommt, ständig gereizt, traurig, Gedanken kommen hoch die mich nicht loslassen und noch viel viel mehr. Ich kenne diese Emotionen, weiß mit ihnen umzugehen, aber durch den Entzug nehmen diese Gefühle einen Zustand an Intensivität an den man nur aushalten kann, Ablenkung nicht möglich. Manchmal stehe ich auf der Stasse, völlig am Ende. Wie oft habe ich gesagt das ich nicht mehr kann. Wie oft stand ich auf Arbeit, heulend, genervt, nur am meckern.
    Ich bin froh wenn das vorbei ist.
    Auf der anderen Seite habe ich dadurch auch viel über mich gelernt. Der Entzug hat so viel aus dem Unterbewusstsein hochgeholt das ich endlich in der Lage war zu erkennen warum ich bin wie ich bin. Und teilweise habe ich es auch geschafft andere Handlungsweisen zu erlernen, in dieser schweren Zeit. Dafür bin ich absolut dankbar. Aber der Preis dafür war echt sehr sehr hoch.
    Alle die es durchmachen, viel viel viel Kraft

    Reply
    • heysister
      11. Oktober 2020 at 16:24

      Boah Henrike, Hut ab!
      Ich weiß nicht, ob ich das so lange durchhalten könnte. Darf ich Dich fragen, ob Du die ganze Zeit während dem Abdosieren arbeiten warst? Ich hoffe sehr, dass diese Zustände aufhören, wenn das Medikament lange genug ausgeschlichen ist. DRÜCKE DIR GANZ FEST DIE DAUMEN!
      LG Susi

      Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:45

      Hi Henrike, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Michael
    1. Oktober 2020 at 10:38

    Hallo Zusammen ,

    ich bin durch Zufall auf diese Seite weil ich auch gerade dabei bin mein Velafaxin abzusetzen .
    Da ich damit schon scjlechte Erfahrung gemacht habe , habe ich weiter gesucht und bin in Holland fündig geworden.
    In Holland ist das Problem der Absetzerscheinungen längst bekannt.
    Dort hat die Regebogen – Apotheke sogenannte Tapering-Strip zusammengestellt , mit der es möglich ist das Medikament , ganz langsam über Wochen oder Monate in ganz geringen Dosen auszuschleichen.
    Medikament sind mit Rezept vom Arzt einfach in der Apotheke in Hollnad zu bestellen.
    Eine Apothe ist z.B in Arnheim , einfach mal Googel , Haben auch Deutsche Webseite .
    ich hoffe ich habe Euch geholfen .

    Liebe Grüße
    Michael

    Reply
    • heysister
      1. Oktober 2020 at 11:04

      Hi Michael, das klingt ja sehr interessant.
      Hast Du denn schon abdosiert? Und wenn ja, wie schnell von welcher Dosis?
      Hab folgenden Artikel dazu gefunden:
      https://www.pharmazeutische-zeitung.de/arzneimittel-absetzen-leicht-gemacht-118877/
      LG Susi

      Reply
      • Michael
        1. Oktober 2020 at 14:47

        Hallo Susi ,

        habe mit Rücksprache meine Arzt die Tapering Strip bestellt .
        Geht einfach .
        Warte noch auf die Lieferung , habe es erst vor einer Woche bestellt .
        Ausschleichen von 75 mg auf 0 in 112 Tagen ,
        Habe unten mal ein Teil der Erläuterung mit Adresse und Mail eingestellt .

        Liebe Grüße

        Erläuterung zum Bestellformular
        !1.Ein plötzliches Absetzen oder eine zu schnelle Dosisreduzierung kann zu Entzugserscheinungen führen. Um dies zu verhindern, muss die Dosis sehr langsam und in kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum reduziert werden. Dies ist mithilfe von Tapering-Strips™ möglich. 2.Mit einem Ausschleichregime von einem oder mehreren Tapering-Strips™ kann die Dosis des Medikaments schrittweise auf die gewünschte niedrigere Dosis reduziert oder vollständig auf null ausgeschlichen werden. Bei Verwendung mehrerer Strips stimmt die Enddosierung eines Strips stets mit der Anfangsdosierung des nächsten Strips überein.3.Es ist nicht vorhersehbar, wie das optimale Ausschleichenfür einen bestimmten Patienten aussieht. Einige Patienten leidenviel schneller als andere unter Entzugserscheinungen. Ein Patient kann es besser vertragen als ein anderer. Das Risiko des Auftretens von Entzugserscheinungenund deren Schwere kann durch die Wahleines langsameren Ausschleichensreduziert werden.Der verschreibende Arzt wählt zusammen mit dem Patienten ein bestimmtes Ausschleichprogramm. Dies ist auf zweierlei Weise möglich:a)Zusammen mit dem Patienten legen Sie nur das Programm für die ersten 28 Tage fest und füllen dazu nur den schwarzen Teil der Tabelle 4 auf Seite 4 aus. Auf der Grundlage der Erfahrung des Patienten (Entzugserscheinungenja oder nein) entscheiden Sie erst später zusammen mit dem Patienten, wie das Programm fortgesetzt werden soll. Dazu füllen Sie im Anschlussrezept auf Seite 5 den rotenTeil der Tabelle 5 aus. b)Gemeinsam mit dem Patienten bestimmen Sie im Vorfeld das gesamte Ausschleichprogramm. In die-sem Fall müssen Sie sowohl den schwarzenals auch den roten Teil von Tabelle 4 auf Seite 4 ausfül-len. 4.Wenn das verwendete Medikament mehrmals pro Tag eingenommen wird (z.B. morgens und abends), ist der einfachste Weg des Ausschleichens in der Regel die Reduzierung pro Einnahmemoment, wobei zuletzt die Einnahme am Abend ausgeschlichen wird.5.Agomelatine-Ausschleichdosierungen in Tapering-Strips™ sind nur auf Rezept erhältlich! 6.Sobald das Rezept/Bestellformular bei der Regenboog Apotheek eingegangen ist, senden wir eine Rechnung. Sobald wir die Zahlung erhalten haben, wird der Tapering-Strip™ an die Privatadresse des Patienten versendet. Der Patient erhält eine Rechnung und eine Erklärung per E-Mail, die nach der Bezahlung bei der Krankenkasse eingereicht werden kann.7.Die Medikation wird innerhalb einer Woche nach Eingang des Rezepts an die Privatadresse des Patienten geschickt. Bei Ausschleichprogrammen mit mehr als einem Strip wird der erste Strip für 28 Tage verschickt. Am Ende der dritten Woche wird der folgende Strip zugesandt. Es wird niemals mehr als ein Strip zugleich versandt. Der Patient wird gebeten, sich mit dem Apotheker in Verbindung zu setzen, wenn das Me-dikament nach einer Woche noch nicht angekommen ist. 8.Ein Tapering-Strip™ ist ein Streifen mit 28 nummerierten, kleinen Beuteln. Jeder Beutel enthält eine bestimmte Anzahl von Tabletten. Die Anzahl kann von Tag zu Tag variieren und wird so gewählt, dass die Gesamtmenge des pro Tag eingenommenen Medikaments langsam abnimmt. 9.Der Patient beginnt am Sonntag mit der Einnahme der Tabletten aus dem ersten Beutel des Streifens mit der Nummer 028 und endet 4 Wochen später am Samstagmit den Tabletten aus dem letzten Beutel mit der Nummer 001. Es wird also wie bei einem Countdown gezählt.An der Nummer auf dem Beutel kann der Patient stets erkennen, wie viele Tage der Streifen noch hält.10.STABILISIERUNG: Wenn der Patient zu sehr an Entzugserscheinungen leidet, sollte das Ausschleichpro-gramm unterbrochen werden, die Fortsetzung würde das Problem nur vergrößern! Ein Stabilisierungs-Strip bietet dem Patienten die Möglichkeit, über einen kürzeren oder längeren Zeitraum bei einer festen Dosis zu bleiben. Dies kann wünschenswert sein, wenn das Ausschleichen für den Patienten zu schnell verläuft oder wenn der Patient nicht vollständig ausschleichen und weiterhin eine niedrigere (und optimalere) Dosis verwenden möchte. In einem Stabilisierungs-Strip ist grundsätzlich jede gewünschte Dosierung möglich, abgerundet auf 1mg agomelatine. Dabei sollte die Dosis gewählt werden, bei der es weniger/keine Ent-zugserscheinungen gab.11.Für das Ausschleichen vonDosierungen, die in der Tabelle nicht aufgeführt sind, können Strips NACH MASSbestellt werden. Für jeden Strip ist die gewünschte Anfangs-und Enddosierung anzugeben, wobei darauf zu achten ist, dass verschiedene Strips zusammenpassen.

        Reply
        • Sarah
          16. November 2020 at 10:36

          Hallo das klingt ja sehr interessant! Ich bin auch dabei venlafaxin auszuschleichen und gehe durch die Hölle weil ich so sensibel reagiere ! Und bin auch total neben mir ! Können wir vielleicht Kontakt aufnehmen ? Lg sarah

          Reply
          • Michael Hagen
            5. Dezember 2020 at 22:55

            Hallo, hinterlässt du mir Kontaktdaten? Würde mich dann bei dir melden um über Venlafaxin zu schreiben, würde mich sehr freuen 🙂

    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:45

      Hi Michael, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Petrus
    26. September 2020 at 19:14

    Bin 35, nehme auch seit 15 jahren Venlafaxin 150 mg. Seit 2 Monaten reduziert auf 112,5 wegen des Noradrenalins, war stets als hätte ich 10 tassen kafe getrunken.
    Ich hab auch vor 5 jahren innerhalb 3-4 Monaten von 150 auf 0 mg reduziert. 2-3 Monate nachdem absetzen kam der Nervenzusamenbruch. Ich weiss nicht ob des an dem Venlafaxin lag, aber die Symptome waren heftig.
    Angst den ganzen Tag, paar momente lang wortwörtlich gelähmt vor angst. Tiefe trauer, so ein ständiges “flattern” genau im Zentrum des Körpers, stets aufgeregt als stünde man vor Gericht und auf das Urteil warten ob es lebenslänglich ist ofer freispruch. Gedanken wie z.B. meine Eltern würden sterben die sehr viel Schmerz bereiteten als würde jemand ein Pfeil durchs Herz jagen, alpträume, ununterbrochen denken, angst haben dass man verrückt wird, die Gedanken waren innerlich laut und stets innerlich selbstgespräche geführt… Hab in ein Monat ca. 9 kg Gewicht verloren. Wenig gegessen, wenig getrunken, viel geraucht. Ich dachte das ist so weil ich keine Arbeit habe, also hab ich einen job angenommen in der Fabrik am Band und zuhause geputzt gebügelt, etwas sport gemacht… des ging nicht weg, egal was man tat. Nur wenn ich Nachts weinend ein paar Gebete gelesen habe konnte ich ruhig und schnel einschlafen ohne alpträume und mehrere Stunden am Stück. Schliesslich hatte ich Depersonalisierung als würde ich mich von meinem Ich-Bewustsein trennen und mich ins “nix” verlieren. Das war neu für mich und ich hatte angst einzuschlafen weil ich dachte wenn ich aufwache habe ich kein Kontakt zu mir selber oder zum Umfeld. Also ging ich in der Klinik. Nach einem Tag dort habe ich wieder Venlafaxin genommen und nach 2-3 Tagen haben die Symptome angefangen sich zu bessern. Ein Monat war ich in der Klinik, danach 2 Wochen krank geschrieben und wieder zur Arbeit. Seit damals hab ich das Gefühl schneller emotional und geistig erschöpft zu sein.
    Ich habe vor Venlafaxin abzusetzen aber diesmal ganz langsam, etwa nach einem Jahr immer 37,5 mg reduzueren. Durch das Zeug bin ich seit Jahren impotent und ich will wenn möglich ohne Antidepressiva leben.
    Wenn man mich frägt ob ich das Zeug brauche, antworte ich, dass ich nicht weiss wie es ohne ist, da ich die seit 15 Jahren nehme. Ich habe sonst nirgendswo gelesen dass jemand genau so lang wie ich dieses zeug nimmt.

    Reply
    • Raiko
      26. September 2020 at 20:30

      Hallo.
      Bei mir ist eine generalisierte Angststörung diagnostiziert worden. Mit Panikattacken und schrecklichen Ängsten bin ich 2012 stationär in der Klinik aufgenommen worden. Damals habe ich mit der Einnahme von Venlafaxin begonnen. Anfangsdosis 75 mg, dann meine Höchstdosis 150 mg. Durch Therapien und Venla ging es mir bald besser. 2015 habe ich dann meinen ersten Absetzversuch gestartet, von 75 mg auf 0. Dann noch 2 dosierte Versuche, durch Reduzierung der Kügelchen beim retardierten Medikament. Alle Versuche begannen nach dem letzten Kügelchen gleich, Zapps (Blitze im Gehirn) und Gleichgewichtsprobleme. Nach 14 Tagen waren die Störungen verschwunden. Aber nach ca. 2 Monaten kamen meine Ängste zurück. Ich habe also wieder Venla genommen. Seit 4 Jahren 37,5 mg und ich fühle mich gut damit, ohne Ängste. Gemeinsam mit meinen behandelnden Ärzten und meinem Therapeuten habe ich mich entschlossen Venlafaxin weiterzunehmen.
      Gedanken über Langzeitschäden mache ich mir nicht, denn ohne Venlafaxin kämen die Ängste zurück und die sind für mich schlimmer.

      Reply
      • Petrus
        2. Oktober 2020 at 11:21

        Bei mir mit 18 Agoraphobie, mit 20 panikattacken.. eigentlich nehme ich das zeug seit 17 Jahren.
        Die Wissenschaft weiss noch nicht mal ob Serotoninmangel die Depression hervorruft oder umgekehrt.
        37,5 mg ist ja sehr wenig.. Venlafaxin ist gegen Angst gut heisst es aber ich glaub erst ab ner höheren Dosierung. Hab gestern ausversehen 2 mal die Tabletten genommen, war den ganzen Tag wie zugedröhnt, müde und ruhig. Ich warte jetzt bis die entzugssymptome kommen dann nehme ich wieder 112,5mg

        Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:45

      Hi Petrus, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Anna
    14. September 2020 at 11:38

    Hallo
    Danke für diesen tollen ehrlichen Beitrag. Ich habe Venlafaxin jetzt zwei Jahre eingenommen (150 mg). Bei mir wurde eine generalisierte Angststörung mit Panikattacken diagnostiziert, nachdem ich von Pranatherapeut über Hypnotiseur zu Ostheopat und noch zig anderen gewandert war. Plötzlich (scheinbar) aus dem nichts hatte ich meine erste Panikattacke während einer Autofahrt zur Arbeit, von da an gings bergab….bis ich nicht mehr konnte und mein Leben nicht mehr lebenswert schien, trotz wundervollem Mann und Tochter.
    Dank Venlafaxin habe ich mein Leben zurück bekommen. Vor einem Monat hab ich begonnen es “auszuschleichen” alles super geklappt bis ich von 37,5 mg auf 0 ging. Bereits nach einem Tag kamen diese stromschlagartigen Kopfschmerzen, unerträglicher Schwindel, Benommenheit, und und und
    Gerade einmal zwei Tage hab ichs geschafft, dann bin ich wieder zurück zu den 37,5 mg. Ich kann schließlich nicht ständig im Bett liegen mit einer 3 Jahre alten Tochter, die nicht versteht warum Mami zu schwach zum spielen und toben ist….
    Mein Psychiater sieht kein Problem darin mit den 37,5 mg eine Weile weiter zu machen. Auch bei der Frage zu einer zweiten Schwangerschaft sieht er kein Problem. Mein Mann und ich wünschen uns ein zweites Kinde und laut ihm können auch Schwangere das Präparat einnehmen und auch stillen. Hat hierzu vielleicht jemand Erfahrungen gemacht oder eine zweite Meinung?

    LG
    Anna (aus Südtirol)

    Reply
    • heysister
      14. September 2020 at 12:41

      Halle liebe Anna, ich kann das alles so gut verstehen!
      Bei mir damals wurde abgeraten, das Venlafaxin in der SS weiter zu nehmen, deshalb hab ich komplett abdosiert. Eine Leserin, mit der ich über Instagram in Kontakt bin, hat mir dazu folgendes geschrieben:
      Zitat: “Ich hab 75mg durch genommen, die ganze SS über. Es war gar kein Problem, mein Baby wurde nach der Geburt noch zwei Tage beobachtet. Es ist alles gut gegangen.”
      Alles Liebe für Dich!
      Susi

      Reply
      • Anna
        14. September 2020 at 13:33

        Danke für die schnelle Antwort liebe Susy!!

        VG
        Anna

        Reply
    • Mario
      15. September 2020 at 19:25

      Hallo Anna, habe es auch von 300 mg auf 0 runterdosiert und das innerhalb von 2 Monaten.. Bis 37, 5 mg war alles gut soweit, habe dann mit der“ Kügelchenmethode“ nach und nach weiter reduziert und es war und ist der Horror.. Habe genau wie du nun seit 1 1/2 Wochen absolut schrecklichen Dauerschwankschwindel, der auch trotz Schwindelmedikation bleibt und einen unfähig sein lässt irgendetwas zu machen. Unglaublich. Dazu diese Zuckungen im Gehirn. Ich frage mich wie lange so etwas anhalten kann? Wahnsinn im negativen Sinn.
      Hatte Susi auch vor ein paar Wochen bzgl der Erfahrung mit der Magnetfeldtherapie angeschrieben, aber leider bislang noch nichts gehört von ihr..
      drücke dir die Daumen, dass alles gut wird 👍
      Liebe Grüße!

      Reply
      • heysister
        19. September 2020 at 14:23

        Hey lieber Mario,
        Deine Mail habe ich gelesen und auch geantwortet?! Ist da was durchgerutscht? Spam oder so?
        Die Magnetfeldtherapie hilft mir, mit einer kleineren Dosis durchzuhalten. Ich nehme im Moment immer noch 75mg und wiederhole die Therapie im Oktober.
        Ich habe nicht (mehr) vor, komplett abzudosieren, da ich eigentlich bis auf das Gewicht keine Nebenwirkungen habe und lieber stabil statt dünn bin.
        Ich hoffe, Deine schlimmen Nebenwirkungen haben etwas nachgelassen?
        Wenn Du noch Fragen hast, melde dich gerne nochmal per Mail!
        LG Susi

        Reply
        • Mario
          19. September 2020 at 17:36

          Hy Susi, lieben Dank für die Antwort.. Nein, kam nichts an 🤷🏼‍♂️hatte nichts im Spamordner.. Schade.. Solltest du die E-Mail noch haben, kannst du sie ja gerne nochmals senden.. Es freut mich zu lesen, dass die Therapie immerhin Wirkung zeigt 👍👍das wäre evtl auch eine Alternative für mich, werde mich `mal darum kümmern.. Ich habe komplett abdosiert innerhalb von 8 Wochen, da ich Venlafaxin nur 5 Monate genommen habe und der Psychologe meinte dabei würden 4 Wochen zum Ausschleichen vollkommen reichen.. Pustekuchen.. Selbst 8 Wochen waren und sind der Horror.. Leider habe ich immer noch diverse Symptome der Krankheit und jetzt mit den NW des Absetzens noch welche dazugekommen, die nicht ohne sind.. Ich würde auch sofort wieder etwas hochdosieren, nur leider hatte mir Venlafaxin keine Unterstützung geboten.. `mal schauen wie es weitergehen wird..

          Reply
          • heysister
            9. Dezember 2020 at 11:01

            Hi Mario, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
            https://www.facebook.com/groups/189562312827370

    • Patricia
      16. September 2020 at 8:42

      Hallo Anna,

      ich war jetzt auch lange bei 37,5 mg. Ich habe vor 2 Wochen begonnen, die Tabletten auseinanderzunehmen. Bei meinem Hersteller sind 3 kleine Tabletten drin. Ich habs jetzt so gemacht, dass ich eine weglasse. Sozusagen 25 mg und es klappt super. Ich fühle mich nicht anders. Der erste Tag vll etwas anders, aber seither wirklich ohne Probleme. Vielelicht wäre das ja eine Methode für dich.

      Reply
      • heysister
        19. September 2020 at 14:19

        Hi Patricia,
        Das klingt sehr interessant! Wäre toll, wenn Du uns auf dem Laufenden halten könntest, ob Du das so “durchhältst” und wie es weitergeht! Ganz viel Erfolg wünsch ich Dir!
        LG Susi

        Reply
      • heysister
        9. Dezember 2020 at 11:02

        Hi Patricia, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
        https://www.facebook.com/groups/189562312827370

        Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:46

      Hi Anna, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Marc
    26. Juli 2020 at 17:07

    Hi, fand deinen Text ganz gut. Nehme Venlafaxin seit fast 20 Jahren. Ist Das beste AD überhaupt. Allerdings weiß ich auch, dass die Absetzerscheinungen richtig übel sind.
    Habe immer zwischen 75mg und 150mg genommen, da ich bei 225mg schon zittrig wurde. Es hat mir aber gut geholfen. Ich hatte schon das Gefühl dass ich immer noch sensibel bin, aber ab einen gewissen Punkt die Angst nicht schlimmer wurde und ich keine Panikattacken mehr unter Venla hatte.
    Nehme nun seit einem halben Jahr 37,5 mg. Wollte es absetze, aber nach einer gewissen Zeit merkte ich wie die Ängste und Sorgen zurück kamen. Ich bin derzeit psychisch zwar instabiler, habe mich aber gehen erneute Aufdosierung und komplettes Absetzen entschieden.

    Es ist wirklich schwer so eine „Krücke“ loszulassen. Ich bin ja unheimlich dankbar, dass es solche Pillen gibt. Aber was die mach so langer Zeit im Körper anrichten ist denke auch eine berechtigte Frage.

    Gewichtszunahme ist mir direkt durch die Tabletten nicht bekannt. Habe auch nach jahrelanger Einnahme damit abnehmen können.

    LG Marc

    Reply
    • heysister
      2. August 2020 at 16:27

      Hi Marc,
      Danke für Deinen Kommentar. Erst vergangene Woche habe ich mich wieder unterhalten und das Thema “Langzeitschäden” durch Antidepressiva kam auf den Tisch. Ich sage dazu ganz ehrlich: wenn ich die Tabletten nicht genommen hätte- wer weiß, wieviel Schmerz ich hätte ertragen müssen und ob ich das gekonnt hätte.
      Deshalb lebe ich lieber JETZT erträglich bzw. gut- und am Ende werd ich nicht so alt wie “gesunde” Menschen. Wobei, wer ist schon gesund… Deswegen: ich behalte meine Krücke ebenfalls, in einer Dosierung, mit der ich guten Gewissens leben kann.
      Alles Gute Dir!!!
      VG Susi

      Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:46

      Hi Marc, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Vici
    12. Juli 2020 at 12:50

    Hallo ihr lieben
    Ich stelle mir die Frage und die macht mir teilweise Angst….kann eine Depression geheilt werden oder muss ich damit jetzt mein Leben lang leben ? Dieses auf und ab dieser extremen Gefühle !?
    Ich nehme dieses Venlafaxin seit 7 Jahren …. davon ein Jahr in Begleitung und der Rest ohne … nicht einmal wurde ich gefragt warum und wieso ich es nehme !!!! Ich wurde auf nichts hingewiesen! Dieses Tabletten wurden mir immer vom Hausarzt verschrieben und plötzlich hatte ich Herzrasen! Ich hatte den Verdacht es sei der lange Gebrauch von den Tabletten 💊 doch meine innere Balance schön aus den Gleichgewicht geraten zu sein, laut meines Arztes! Dann sagte mir eine Ärztin, dass sie die Dosis erhöhen würde! Wohlgemerkt hat sie mich sage und schreibe 10min gesehen! Ja ich habe geweint !!! Vor Erleichterung und Dankbarkeit Hilfe zu bekommen! Doch nach 15 min dachte ich mir „oh mein Gott …. du willst davon los kommen und dich frei fühlen“…. jetzt suche ich nach Hilfe und lasse es auf mich zukommen! Dies darf ich mir am Tag 100000x sagen! Denn am Ende bin ich mein eigener Psychologe….
    ich möchte frei von dem Gedanken sein diese Tabletten bei bestimmten oder in bestimmten Situationen zu brauchen !!!! Ich möchte Lösungswege (natürliche) für mich finden um mit den „negativen“ Gefühlen umzugehen! Ich möchte Lust am Leben spüren aus eigener Kraft ….

    Reply
    • heysister
      2. August 2020 at 16:24

      Liebe Vici,
      Auch wenn ich dir Deine Fragen schon auf Instagram beantwortet habe, möchte ich es hier für die Allgemeinheit noch einmal tun.
      Zuerst meine Antwort auf die Frage: “Kann eine Depression geheilt werden?”
      Es gibt 1000 verschiedene Arten von Depressionen, deshalb gibt es keine pauschale Antwort. Leider ist es so, dass die Wunderpille noch nicht erfunden wurde, und jeder ausprobieren muss, was ihm oder ihr hilft.
      Manche Menschen erleben nur einmal eine Depression und dann nie wieder, andere haben eine chronische Krankheit. Was aber am wichtigsten ist: Pass gut auf Dich auf. Achte auf Deine Ernährung, Deine Beziehungen, Deine Arbeit, ja dein ganzes Umfeld. Alles, was Dich runterzieht, raubt Dir Kraft, die Du zum Gesundwerden brauchst. Überprüfe auch Deinen Perfektionismus, der so viele von uns unter Druck setzt. Die Lösungen liegen meist in Dir. Ein Therapeut kann Dir beim Suchen helfen, Tabletten können Dich stabilisieren. Aber Dein Lebenswandel bestimmt Deine Stimmung. Und aus meiner Erfahrung sind die Tabletten das, worüber man sich zuletzt Sorgen machen sollte. Erst die wichtigen Parameter ins Lot bringen. Wenn dann immer noch keine Besserung in Sicht ist, dann kannst Du dich fragen, ob die Tabletten eventuell bleiben dürfen/ sollen/ können.
      Liebe Grüße
      Susi

      Reply
  • Anna
    2. Juli 2020 at 8:59

    Hallo, vielen Dank für Deine Offenheit.
    Ich suche seit Jahren seit einer geeigneten Möglichkeit mein Leben mit der Depression “weiter zu geben” , weil ich denke, dass unser Gesundheitssystem nicht ehrlich mit ADs umgeht und es scheinbar keinen anderen Weg gibt, Patienten zu informieren. Einzig, mir fehlts an Selbstbewusstsein… manchmal.
    Du tust es und das ist so gut!
    Dein Weg kommt mir so bekannt vor. Sitze momentan mit vermutlichen Absetzerscheinungen zuhause bei einer einer Dosis Venlafaxin zwischen 75 mg und 37.5 mg… in jedem Moment Zweifel über jede Entscheidung, die ich im Leben getroffen hab und es tut einfach nur weh.

    Reply
    • heysister
      2. Juli 2020 at 11:03

      Liebe Anna, danke für Deinen Kommentar. <3
      Bitte zweifele nicht an deinen Entscheidungen. Überlege, was Dich daran so ärgert und überprüfe, ob Du es noch einmal machen kannst? Vielleicht nicht an denselben Orten oder mit denselben Menschen- aber vielleicht kannst Du eine ähnliche Situation heute anders bewältigen. Wir sind alle nur Menschen, sei nicht so streng mit Dir. Heute bist Du vielleicht einfach älter und hast dazu gelernt, kannst Situationen neu bewerten. Dein Leben hat noch viel zu bieten, die ADs sind nicht alles.
      Es kommen wieder bessere Zeiten, versprochen!!!!!
      Liebste Grüße!
      Susi

      Reply
  • Markus
    23. Juni 2020 at 15:09

    Hi, ich habe schon öfters abgesetzt, gerade bin ich auch wieder ohne, man empfindet einfach viel mehr ohne, meine Gedanken und Empfindungen sind viel Tiefgründiger. Das absetzen macht mir interessanterweise gar keine Probleme. Für mich ist das einschleichen immer heftig, mit üblen Kopfschmerzen und einer krassen Erstverschlimmerung. Und jedes mal sag ich dann “ich setze nie mehr ab….“
    Und trotzdem mach ich es dann wieder. Aber ich versuche mich jetzt nicht mehr so unter Druck zu setzen. Wenn ich sie im Herbst wieder brauche, dann nehme ich sie halt wieder und werde es nicht mehr ewig hinaus zögern. Weil sie mich dann gut durch die dunklen Monate bringen.

    Viele Grüße an alle Leidensgenossen 🙂
    Markus

    Reply
    • heysister
      27. Juni 2020 at 12:31

      Hi Markus,
      verrückt, dass ausgerechnet das Absetzen Dir nichts ausmacht. Von welcher Dosis gehst Du runter und in welchen Schritten, wenn ich fragen darf? Und hast Du in den dunklen Monaten schon mal eine Tageslichtlampe ausprobiert? Ich schwöre drauf… https://hey-sister.de/tageslichtlampe-bringt-das-was
      Ganz liebe Grüße
      Susi

      Reply
      • Markus
        29. Juni 2020 at 8:48

        Hi Susi, eine Tageslicht Lampe habe ich bereits. Ich nehme eine relativ geringe Dosis. Maximal 75 mg. Das ist bei mir schon die Obergrenze weil ich sonst so über dreht werde und lauter spreche. Das hat mir in der Arbeit auch schon Ärger eingebracht. Außerdem geht mein Blutdruck etwas nach oben. Bei einer Dosis von 37,5 ist alles gut. Auf diese gehe ich meistens wieder runter sobald ich mich stabil genug fühle. Diese Dosis nehme ich dann zum ausschleichen nicht mehr täglich, sondern erhöhe die Abstände immer weiter bis ich sie komplett absetze.
        Liebe Grüße
        Markus

        Reply
  • Stefan
    20. Juni 2020 at 12:59

    Hi ihr.
    Nehm auch seit vielen Jahren Venlafaxin. Bus Okt nur 18.75 mg. Dann hiess es “kann ich weglassen”. Hab ich dann Ende April angefangen. Seit Anfang Juni gehts bescheiden. Ängste
    Panikattaken depri Gliederschmerzen kraftlos Unruhe Nervös.
    Bin recht hoffnungslos.
    Was habt ihr mir für nen Rat? Schleiche es grad mit 1-2 mg pro Tag wieder ein.
    Wird das Alles mal wieder? Seh leider nur sehr trüb.

    Grüße Stefan

    Reply
    • heysister
      21. Juni 2020 at 22:33

      Hi Stefan, zuerst mal: Hut ab! Schön, dass Du Dich getraut hast, es überhaupt zu versuchen.
      Hast Du denn einen Psychiater, der Dich berät? Das ist m.E. unabdingbar. Kein Forum kann ärztliche Beratung ersetzen.
      Leider habe ich keine Erfahrung mit dem endgültigen Absetzen von Venlafaxin, kenne aber Menschen, die es geschafft haben.
      Aber: jeder Mensch ist anders, deshalb: lass Dich unterstützen. Und wenn der Arzt nicht mehr passt, suche Dir einen neuen.
      Eine Umarmung an Dich. Susi

      Reply
    • Iris
      20. September 2020 at 3:38

      Hallo Stefan.
      Kannst du mir bitte sagen, von welcher Firma man Venlafaxin in 1 mg Schritten ausschleichen kann? Habe bis jetzt nur eine Firma gefunden, deren Kügelchen 12,5 mg enthalten.
      Bedanke mich schon jetzt für deine Antwort.
      Liebe Grüße Iris

      Reply
      • heysister
        23. September 2020 at 9:27

        Liebe Iris,
        Unabhängig von Stefan habe ich heute zufällig eine Email mit einem Tipp bekommen, die genau zu Deiner Frage passt: Dort schreibt Marcus:
        “Ich habe das Venlafaxin vom Hersteller Heumann und dort sind z.B. in der 75 mg Kapsel 6 große Pellets zu je 12,5mg. Ich habe immer ein Pellet rausgenommen und so immer um 12,5mg reduziert. Ab 37,5mg war der Schritt aber dann bei mir auch zu groß. ABER mittlerweile weiß ich: Es gibt es auch Kapseln von gewissen Herstellern z.B. glaub ich von Neuraxpharm oder Biomo, da sind viele kleine Kügelchen drin, mit denen man in noch viel kleineren Schritten abdosieren kann. Vielleicht wäre das etwas für dich um die letzten 37,5mg loszuwerden.”
        LG Susi

        Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:47

      Hi Stefan, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Mudi Gowayed
    9. Juni 2020 at 21:20

    Hallo,

    Man bekommt auch die 37,5 mg problemlos weg. Ich nahm 18 Jahre lang Venlafaxin und brauchte 6 Wochen um sie abzusetzen. Nach dem kompletten Absetzen hatte ich noch 4-5 Wochen mit Stimmungschwankungen, Müdigkeit, dumpfen Kopf, Geistesabwesenheit zu kämpfen, dann waren auch diese Symptome weg. Heute geht es mir sehr sehr gut ohne Venlafaxine. Das wichtigst ist das letze Stück sehr langsam zu reduzieren. 37,5 mg, davon z.B. 15% weg und zwei bis drei Wochen auf dieser Dosis bleiben. Dann wieder 15% weg und wieder 2 bis drei Wochen auf dieser Dosis bleiben. Wichtig ist es erst dann wieder zu reduzieren, wenn die Symptome ziemlich abgeklungen sind. Ich habe bis 3mg reduziert und diese noch zwei bis drei Wochen genommen bevor ich sie komplett absetzte. Das Geheimnis ist langsam absetzen und jeden Tag Venlafaxin nehmen, nicht versuchen einen Tag zu nehmen und dann einen Tag auszulassen, dann zwei Tag auslassen und wieder einen Tag nehmen etc… Das funktioniert so nicht!!! Venlafaxin hat nur ein kurze Halbwertszeit, daher muss man sie täglich nehmen und die Dosis sehr sehr langsam reduzieren. Dadurch kommt man ohne schwerwiegende Absetzsymptome durch.

    Reply
    • heysister
      9. Juni 2020 at 21:24

      Hey Mudi,
      Danke für deinen Kommentar, das klingt sehr interessant! Vielleicht versuche ich es das nächste Mal auch so. Wie lange bist du schon frei von den Tabletten?
      VG nach Österreich, Susi

      Reply
    • nicole
      15. Juni 2020 at 20:44

      Hallo, könnte man Sie auch privat Kontaktieren? Lg

      Reply
    • Vici
      12. Juli 2020 at 13:17

      Hallo
      Darf ich fragen wie du das gemacht hast? Gibt es diese kleinen mg Tabletten 💊?

      Reply
      • heysister
        2. August 2020 at 16:16

        Hi Vici, ich antworte jetzt mal stellvertretend: man nimmt am Ende die Kügelchen aus den Tablettenhülsen und zählt sie ab. Dann lässt man Kügelchen für Kügelchen weg. Minimum zwei Wochen für eine Kugel. VG Susi

        Reply
    • Angelika
      3. August 2020 at 11:18

      Das hätte ich wahrscheinlich machen sollen: die letzte Dosis gaaaaanz langsam ausschleichen!! Das habe ich aber leider nicht getan – obwohl ich Venlafaxin und davor Citalopram, Cipralex u.a. seit 25 Jahren eingenommen habe.
      Warum ich jetzt keine Antidepressiva mehr nehmen wollte? Vor über einem Jahr wurde ich wegen Depressionen arbeitsunfähig und bin seitdem ganz aus dem Arbeitsleben raus. Da die Arbeit einer der Hauptfaktoren für meine Depression war (dachte ich zumindest) und die nun wegfiel, fing ich an, monatlich in 37,5-Schritten meine Dosis von damals dauerhaft 300mg Venlafaxin zu reduzieren. Ich wollte mich rundum „befreien“ und ging davon aus, dass ich, wenn ich wieder depressiv werden sollte, damit besser und auch alleine fertig werden würde, wenn ich dauerhaft zu Hause bin. Ich kann da ja besser auf mich selbst eingehen. Also fing ich mit dem Absetzen an. Es ging über Monate auch ganz gut, sogar sehr gut, bis ich zur letzten Stufe kam. Seit ca. 3 Monaten bin ich wirklich mies drauf. Zunächst plagten mich Gliederschmerzen und Traurigkeit, jetzt ist es eine fast bodenlose körperliche Erschöpfung und genauso tiefe Traurigkeit. Ich hatte mir diese Zeit anders vorgestellt!
      Zurzeit bin ich in der Phase, dass ich mich noch weiter selbst beobachte. Noch will ich nicht aufgeben und zu Venlafaxin zurückkehren. Ich denke, auch die Umstellung der Lebensumstände (raus aus dem Arbeitsleben, weniger Kontakte auch durch Corona) machen mir jetzt große Schwierigkeiten, so dass ich meine derzeitige Depression auch damit begründen kann. Es ist also vermutlich eine Mischung aus Entzug und einer „begründeten“ Depression. Ich hoffe, dass ich das in den Griff bekomme.
      Ich hätte gerne irgendwo im Internet mal gelesen, dass es jemand in vergleichbarer Situation mit dem Absetzen endgültig geschafft hat….

      Reply
    • Patricia
      14. August 2020 at 18:49

      Hallo Mudi,

      ich habe genau danach gegoogelt, nach diesem sehr langsamen absetzen. Ich nehme die kleinen Dingerlin seit meiner Wochenbettdepression von vor 3 Jahren. Mein Kind wurde direkt nach der Entbindung in ein anderes Krankenhaus 60 km weiter verlegt und ich musste aus gynäkologischen Gründen ( vermutlich eher versicherungstechnische Gründe ) im anderen KH bleiben. Ich schätze, ich habe da einen Knacks abbekommen. Ich möchte auch gerne die Dingerle loswerden und werde es auch gaaaanz langsam ausprobieren. Durch die Kügelchen ist es ja relativ einfach sie zu dosieren. Aber danke für den Tip mit den 15 %.

      Reply
    • Nora
      16. September 2020 at 15:38

      Wow, ich bin auch gerade dabei abzusetzen… ein einziger Albtraum.
      Bin total froh, dass ich hier den Blog gefunden habe!!!!

      Hattet ihr auch Symptome im Darmbereich, Aufgeschwemmtsein, Muskelschmerzen, Trägheit im Wechsel mit Aktionismus…?

      Freue mich sehr über Austausch mit Euch.

      LG
      Nora

      Reply
      • heysister
        19. September 2020 at 14:18

        Hi Nora,
        Von welcher Dosierung gehst Du denn runter und wo bist Du gerade?
        Verstopfung, Aufgeschwemmt sein und Trägheit im Wechsel mit Aktionismus sind bei mir keine Absetzsymptome, sondern immerwährende Begleiterscheinungen des Venlafaxin.
        LG Susi

        Reply
      • heysister
        9. Dezember 2020 at 10:59

        Hi Nora, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
        https://www.facebook.com/groups/189562312827370

        Reply
  • Susan
    27. Januar 2020 at 8:45

    Hallo,

    ich nehme auch Venlafaxin 225mg und Turn zeit noch was zum Schlafen.. hatte 2 Wochenbettdepressionen plus 2 Rückfälle- den einen gerade
    Sitze gerad vor der Tagesklinik und bin gestern über deinen Blog gefallen… ich finde es total gut wie du dich öffnest und stehst ja dennoch mit beiden Beinen im Leben…
    ich stand auch immer zwischen jeder Episode im Leben- bin Lehrerin- und habe auch einen super coolen lieben Mann..
    Ich habe 5 Jahre auch die Erhaltungsdosis 37,5 genommen und mir ging es bis Oktober gut damit.. dann leider ein rückfall.. aber das kann auch am Herstellerwechsel liegen , wegen den Lieferengpässen..

    Mich würde interessieren, wann du wieder fit warst und wie du das gemerkt hast?

    Liebe Grüße Susan

    Reply
    • heysister
      27. Januar 2020 at 9:42

      Hallo liebe Susan,
      zuerst: Kopf hoch! Du übernimmst Verantwortung für Dein Leben und ich bin stolz auf Dich.
      Wann ich wieder fit war… hmm.. ich habe ja eine Magnetfeldtherapie absolviert. Damit habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass ich plötzlich wieder Kraft hatte für Sport, das hab ich sonst nie. -> https://hey-sister.de/magnetfeldtherapie-gegen-depressionen-meine-erfahrung
      Die 37,5 nehme ich trotzdem noch- weil ich merke, dass ich dieses “Kissen” brauche, grade im Winter.
      Warum Du wieder in ein Loch geraten bist, kann viele Gründe haben- der Herstellerwechsel, Hormone, etc pp.
      Ich finde, am wichtigsten ist für uns alle die Selbstliebe. Sich nicht zu verurteilen. Ich habe noch nie einen Krebskranken gesehen, der sich selbst verurteilt hat, weil der Krebs zurückkam nach 5 Jahren (ich möchte keine Krankheiten aufwiegen, nach dem Motto: “was ist schlimmer”- nur dürfen wir uns nicht dauernd verurteilen).
      Gebe Deinem Körper die Zeit, die er braucht.
      Fühl Dich fest umarmt!
      Susi

      Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 10:59

      Hi Susan, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Belinda
    19. Oktober 2019 at 8:18

    Hey Sister!♥
    Du schreibst mir aus der Seele.
    So so schnell sind die Tabletten auf dem Tisch des Arztes. Jahre habe ich mich dagegen gewehrt, um mich dann doch ruhig zustellen.
    Seit 2014 in Behandlung und 30 Kilo mehr. Und JA, es kratzt am Ego!
    Danke für deine Offenheit.
    Liebe Grüße
    Belinda

    Reply
    • heysister
      19. Oktober 2019 at 13:48

      Liebe Belinda!
      Ich versteh dich so gut. Und auch für mich ist es interessant, andere Geschichten zu hören. Denn ich stelle fest: ich habe IMMER mehr Geduld/Liebe/Nachsicht mit anderen Menschen. Wieder was gelernt für meine eigene Akzeptanz!
      Fühl Dich gedrückt!
      Susi

      Reply
    • heysister
      9. Dezember 2020 at 11:00

      Hi Belinda, hier ein Nachtrag: Vielleicht möchtest Du auch in unsere Facebook Gruppe kommen, dort können wir uns alle besser unterhalten. Liebe Grüße! Susi
      https://www.facebook.com/groups/189562312827370

      Reply
  • Jules
    17. Oktober 2019 at 0:50

    So so mutig!!! Danke, dass du das mit uns/mir teilst!

    Reply
    • heysister
      17. Oktober 2019 at 8:40

      Danke liebe Jules! Ich freue mich, dass der Beitrag sich so gut verbreitet und das Feedback überwiegend positiv ist.
      So macht das jahrelange Strugglen endlich Sinn- wenn Andere lernen können, was ein Leben mit Depression bedeuten kann oder einfach wissen: ich bin nicht allein.
      Liebe Grüße <3 Susi

      Reply
      • Rainer
        26. September 2020 at 20:27

        Hallo.
        Bei mir ist eine generalisierte Angststörung diagnostiziert worden. Mit Panikattacken und schrecklichen Ängsten bin ich 2012 stationär in der Klinik aufgenommen worden. Damals habe ich mit der Einnahme von Venlafaxin begonnen. Anfangsdosis 75 mg, dann meine Höchstdosis 150 mg. Durch Therapien und Venla ging es mir bald besser. 2015 habe ich dann meinen ersten Absetzversuch gestartet, von 75 mg auf 0. Dann noch 2 dosierte Versuche, durch Reduzierung der Kügelchen beim retardierten Medikament. Alle Versuche begannen nach dem letzten Kügelchen gleich, Zapps (Blitze im Gehirn) und Gleichgewichtsprobleme. Nach 14 Tagen waren die Störungen verschwunden. Aber nach ca. 2 Monaten kamen meine Ängste zurück. Ich habe also wieder Venla genommen. Seit 4 Jahren 37,5 mg und ich fühle mich gut damit, ohne Ängste. Gemeinsam mit meinen behandelnden Ärzten und meinem Therapeuten habe ich mich entschlossen Venlafaxin weiterzunehmen.
        Gedanken über Langzeitschäden mache ich mir nicht, denn ohne Venlafaxin kämen die Ängste zurück und die sind für mich schlimmer.

        Reply

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