Menu

8 gute Bücher zum Thema Depression

Ganz ehrlich, zum Thema Depression gehen eine Million Fragen auf. Was ist eine Depression und wie fühlt sie sich an? Wo liegt der Unterschied zwischen einer längeren Verstimmung und einer richtigen Krankheit? Welche Wege der Linderung oder Heilung gibt es? Wie gehe ich am Besten mit einem erkrankten Verwandten oder einer Freundin um? Ich selbst habe zum Thema schon einige Fragen beantwortet, zum Beispiel in Podcasts zum Thema Wochenbettdepression. Auch meine Therapieerfahrung und der Austausch mit anderen Betroffenen hat mir immer weitergeholfen. Und doch möchte ich nicht verzichten auf all die guten Bücher, die ich in den vergangenen Jahren zum Thema verschlungen habe.

Die besten Bücher über Depression

Informationen sammeln und sich schlau machen- gerade beim Thema Depressionen enorm wichtig

1. Barbara Vorsamer: Mein schmerzhaft schönes Trotzdem

Recht neu auf dem Markt ist der Roman von SZ Redakteurin Barbara Vorsamer. Sie weiß, wie es sich anfühlt, wenn morgens ein Elefant mitten auf der Brust sitzt. Es ist ein schmerzhafter Prozess und braucht Therapien und Klinikaufenthalte, bis die Münchenerin lernt, Gefühle nicht länger zu unterdrücken, sondern sie in ihrer Ambiguität zuzulassen. Intensiv und berührend schreibt Vorsamer über das Versinken in tiefdunkler Depression, über Schmerzen und Trauer. Mittlerweile weiß sie, wie man weiterlebt- mit der Depression.

Oft bedrückend, aber auch befreiend ehrlich. Chronische Depressionen in a nutshell.

2. Dr. Uma Naidoo: “Ernährung für die Psyche”

Dieses Buch ist kein Erfahrungsbericht- sondern Prävention. Denn hier schreibt die amerikanische Ernährungswissenschaftlerin Dr. Uma Naidoo, wie uns Nahrung dabei unterstützen kann, gar nicht erst krank zu werden. Wer mit leckerem und gesundem Essen gegen Angst, Depression, PTBS und andere Erkrankungen der Psyche vorgehen möchte: unbedingte Leseempfehlung.

Hier geht’s zur ausführlichen Rezension.

3. Victoria van Violence: Meine Freundin, die Depression

Influencerin Victoria van Violence (Victoria Müller) hat über 178.000 Instagram-Follower und ist eine der Wenigen im “Heile-Welt-Blogger-Kosmos”, die offen über das Thema Depression spricht. In ihrem Buch teilt sie ihre Erfahrungen mit der Depression: von den ersten Anzeichen bis zur Selbsteinweisung. Victoria Müller zeigt, wie sie die Krankheit in kleinen Schritten annehmen und schließlich daraus lernen konnte.

Hier geht’s zur ausführlichen Rezension.

4. Tobi Katze: “Morgen ist leider auch noch ein Tag”

In erster Linie selbstironisch erzählt Autor und Slampoet Tobi Katze von seinem Leben mit der Depression. Nach der Diagnose seines Therapeuten ist er beinahe erleichtert- endlich hat er eine Erklärung für seinen Rückzug aus dem Leben. Die meiste Zeit schließt er sich in seiner Wohnung ein und spricht lieber mit der schmutzigen Wäsche als mit seinen Freunden.

Eine komische Abhandlung über eine ernste Krankheit- und auch das ist wichtig.

5. Raus aus der Depression

Bestsellerautor und Arzt Georg Weidinger führt uns in seinem neuen Buch raus aus der Depression- und rein ins Zentrum der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin). Wir erfahren, was Milz und Magen mit der Krankheit zu tun haben und wie wir aus Antriebslosigkeit und Grübeln herausfinden können. Mit Anwendungen wie Qi-Gong und Akupunktur sowie Rezepten zur Selbstheilung und Entgiftung macht er sein Buch zum Praxishelfer.

Durch die Heilung der Mitte raus dem Gedankenkarussell- Empfehlung!

6. Kurt Krömer: Du darfst nicht alles glauben, was du denkst

Der wohl bekannteste Stigma-Brecher der letzten Jahre ist Kurt Krömer, gleichzeitig einer der lustigsten Männer des Landes. Alexander Bojcan ist 47 Jahre alt, trockener Alkoholiker, alleinerziehender Vater und er war jahrelang depressiv. Heute will er will sich nicht länger verstecken, sondern mit seiner komischen und extrem liebenswerten Liebeserklärung an das Leben ermuntern, sich Hilfe zu holen.

Lieb icke.

7. Vom Buffet der guten Laune nehm ich die sauren Gurken

Humor allein heilt keine Depression, aber er kann Abstand zu einer scheinbar aussichtslosen Situation schaffen. Er kann Barrieren zum Bröckeln bringen und einer ernsthaften Krankheit ein Stück Bedrohlichkeit nehmen. 30 Künstlerinnen und Künstler aus der “Humorszene” sprechen in diesem Buch authentisch und humorvoll über Depressionen. Mit ihren Geschichten, Comics und Cartoons gelingt es, eine unsichtbare Krankheit greifbar zu machen und den Blickwinkel für mehr Toleranz zu öffnen.

Ps: Das Buch ist in Kooperation mit der Deutschen Depressionshilfe e.V., Deutschen DepressionsLiga e.V. und Freunde fürs Leben e.V. entstanden. Alle Beitragenden haben ihr Honorar an diese Organisationen gespendet, der Verlag hat diese Spende verdoppelt.

8.Genug geschluckt- wie das Absetzen von Psychopharmaka gelingen kann

Nicht wirklich ein Buch über die Depression- aber in diesem Kontext nicht weniger wichtig. Denn viele Menschen werden bereits VOR einer Psychotherapie (oder irgendeiner anderen therapeutischen Maßnahme) mit Antidepressiva behandelt. Und leider werden einige Menschen die Tabletten anschließend nicht mehr los. Deshalb ist Aufklärung auch in Sachen Antidepressiva wichtig.

Hier geht’s zum ausführlichen Artikel.


Die Bücher erreichen Dich nicht und Du merkst, du brauchst Hilfe?
Dann geh bitte so schnell wie möglich zu Deinem Hausarzt/ Deiner Hausärztin und vertraue Dich ihm bzw. ihr an. In dringenden Fällen kannst Du auch die TelefonSeelsorge anrufen:

  • +49 (0)800 111 0 111 (gebührenfrei)
  • +49 (0)800 111 0 222 (gebührenfrei)

Mehr Infos findest Du außerdem auf diesen Websites:
https://www.deutsche-depressionshilfe.de/
https://www.depressionsliga.de/

Pssst: Mehr Artikel zum Thema Mental Health findet Ihr hier.