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Innovative Methoden der Depressionsbehandlung: Magnetfeldtherapie

23. Oktober 2019

Jeder fünfte Mensch ist mindestens einmal im Leben von einer Depression betroffen (Quelle: Deutsche Depressionshilfe). Und es gibt verschiedenste Ausprägungen von Depressionen: leichte, schwere, mittlere. Rezidivierende, also wiederkehrende. Wochenbettdepressionen. Und die Dysthymie, eine besonders langanhaltende depressive Verstimmung.

 

 

Die Behandlungsmöglichkeiten sind bekannt: Psychotherapie und/ oder Medikamente. Doch was, wenn beides nicht den gewünschten Erfolg hat und eine Alternative her muss?

Nach dem Versuch, meine jahrzehntelang eingenommenen Medikamente abzusetzen, war genau das meine Frage: Was kann ich tun, um mich zukünftig vor der Depression zu schützen? Ein stabiles Umfeld, gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung bilden die Basis. Dazu nutze ich meine Tageslichtlampe, nehme Vitamin D und achte auf meinen Darm. Und da gibt es momentan noch eine Therapieform, die ich bald ausprobieren werde:

Die Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

Im Gegensatz zur Elektrokrampf-Therapie (EKT), die bei besonders schweren Fällen von Depressionen eingesetzt wird, hat die Magnetstimulation keine Nebenwirkungen. (Durch die EKT wird ein epileptischer Anfall ausgelöst, der die Hirnchemie verändert- viele Betroffene können so geheilt werden. Allerdings kann die Behandlung noch Wochen später das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen.)

Ablauf der TMS

Bei der TMS platziert der Arzt eine Magnetspule an der Stirn des Patienten. Diese erzeugt für einige Minuten ein starkes pulsierendes Magnetfeld, das den Energiestoffwechsel der Nervenzellen anregt und eine antidepressive Wirkung erzielt.

 

 

Die TMS ermöglicht auf diese Weise eine schmerzfreie und schonende Behandlung der Depression.

Anwendungsdauer der TMS & Kostenübernahme

Die Anwendung muss über einen Zeitraum von drei Wochen TÄGLICH ca. 30 Minuten lang erfolgen. Die Behandlung wird von den Krankenkassen übernommen.

Erfolgsaussichten der TMS

Der International Neuromodulation Society zufolge zeigte „in offenen klinischen Studien nach vier bis sechswöchiger Behandlung bei einem von zwei Patienten eine Verringerung der Symptome um 50% oder mehr und bei einem von drei eine Remission.” Dies bedeutet, dass die Hälfte oder mehr der Patienten Vorteile aus der Behandlung ziehen und in einigen Fällen die Depression zumindest für einige Monate fast vollständig verschwindet.

Ab Mitte November werde ich selbst mit der Transkraniellen Magnetstimulation behandelt- und zwar am medbo Bezirksklinikum Regensburg. Hier könnt Ihr Euch ein Video zum Thema ansehen- darin erklärt Chefarzt Prof. Dr. Berthold Langguth das Verfahren noch einmal ausführlich:

 


 

Mitte November wissen wir mehr- ich werde Euch von meiner TMS berichten, hier auf HEY Sister.

 
Weiterführende Links:
Podcast zur Transkraniellen Magnettherapie
Allgemeine Informationen

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