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Magnetfeldtherapie gegen Depressionen- meine Erfahrung

Spoiler: diesen Artikel zu tippen, kostet mich grade sehr viel Disziplin. Denn eigentlich möchte ich einfach rausschreien: DANKE! Vor gut sechs Wochen hab ich Euch von der sogenannten Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) erzählt- der Magnetfeldtherapie. Sie kann für Patienten mit Depressionen eine echte Linderung und auch Heilung bedeuten. Und da ich gerade dabei bin, meine jahrelang eingenommenen Antidepressiva abzusetzen, stand für mich fest: ich möchte diese Art der Therapie unbedingt ausprobieren.

Magnetfeldtherapie

Am 11. November startete ich in der Psychiatrischen Ambulanz des Regensburger Bezirksklinikums mit der Behandlung. Vorab hatte ich schon einige Vorgespräche absolviert. Am Morgen der ersten Behandlung wurde ich erst einmal getestet, wie stark ich auf die Magnetimpluse reagiere. Anschließend durfte ich auf einer Liege Platz nehmen. Auf einer weißen Stoffmütze zeichnen die Krankenschwestern das zu bestrahlende Areal auf.

Transkranielle Magnetstimulation

Man hat festgestellt, dass die beiden Gehirnhälften bestimmte psychische und körperliche Zustände steuern. Wenn die linke Gehirnhälfte verletzt oder weniger aktiv ist, kann dies zu Verstimmungen, Depression und Lustlosigkeit führen. Deshalb wird genau dieser Bereich bei der TMS dem Magnetfeld ausgesetzt. Der Energiestoffwechsel der Nervenzellen wird angeregt und die antidepressive Wirkung setzt ein. Zumindest ist das laut Studien bei 50% der Patienten so.


Eine Behandlung dauert genau 18 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Ich hatte sowohl während der TMS und auch nachher KEINERLEI Beeinträchtigungen. Die TMS wurde insgesamt 15 Tage lang eingesetzt, Montag bis Freitag, drei Wochen lang.

TMS – mein Fazit

Mein Partner attestierte mir ab Tag 1 der Behandlung eine positive Veränderung meines Wesens. Ich selbst merkte den Unterschied nach ungefähr 10 Anwendungen. Ich bin nicht mehr so angreifbar, ruhe mehr in mir und grübele weniger. Auch was mein Energielevel angeht, kann ich ganz klar einen Unterschied feststellen: ich bin jetzt viel leistungsfähiger und finde mehr Kraft für Sport.

Anders gesagt: Ich bin stabil. Und das mitten im Winter, in der Hochsaison der depressiven Verstimmung! Vor gut einem Jahr hatte ich einen sehr schlimmen Winter, war angespannt und hypersensibel- obwohl ich 225mg Venlafaxin nahm.
Heute nehme ich die minimale Dosis von 37,5.

Magnetfeldtherapie – Ausblick

Mit dieser Dosierung gehe ich nun auch in den Frühling. Denn in sechs Monaten möchte ich die Magnetfeldtherapie wiederholen und dann auch die letzten Reste meiner Antidepressiva loswerden.

Danke an das gesamte Team der Medbo für die tolle Betreuung.

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Edit: Wer mehr Infos zur Forschung und Anbietern der Magnetfeldtherapie benötigt: schaut hier vorbei: dghp logo website

4 Comments

  • Chris
    14. Mai 2020 at 23:08

    Hallo Susi, ich würde mich gerne mal mit Dir unterhalten bzw. schreiben. Kann ich Dir privat irgendwo eine längere Mail schreiben? Ich versuche das mal hier. Bin Männlich, 29 (bald 30) und habe seit dem 16. Lebensjahr mittel-bis schwerwiegende Depressionen. Nehme seit 6 Jahren Venlafaxin. Habe auch relativ stark zugenommen und habe auch Nebenwirkungen wie Reizbarkeit, etc. Ich habe 12 verschiedene Medikamente durch und keines hat wirklich gut gewirkt, außer das Venlafaxin – und wenn nur in einer Augmentation mit Neuroleptika und die möchte ich aus Prinzip nicht mehr.

    Trotz des Venlafaxin habe ich häufiger depressive Phasen, bin phlegmatisch. Zwar im Gegensatz zu früher relativ ausgeglichen, aber auch – mehr oder weniger – “abgestumpft” (bin auch ein sehr sensibler / hochsensibler Mensch)…

    bin zufällig auf deine Seite gestoßen durch Google und erkundige mich, wo ich Unterstützung finden kann. Hier im Umkreis bietet man TMS bzw. rTMS auch an, die Behandlung soll aber 10 bis 25 Einheiten betragen und 70-100 Euro pro Einheit kosten. Das kann ich finanziell nicht tragen. Wird das anstandslos von der Krankenkasse übernommen – oder muss man einen Antrag dafür stellen? Danke schon mal für deinen Beitrag und deine Erfahrungen, ich werde die Seite hier in die Favoriten packen und verfolgen, wie es bei Dir weiter geht.

    Liebe Grüße,
    Chris (tian)

    Reply
    • heysister
      15. Mai 2020 at 10:23

      Hallo lieber Chris!
      Gerne kannst Du mir an office@hey-sister.de persönlich schreiben, die Mails lese nur ich.
      Zu Deinen Anmerkungen bzw. Fragen:
      ich kann alles, was Du schreibst, nachvollziehen.
      Das “relativ” ausgeglichene und dafür das etwas “abgestumpfte” und phlegmatische. Ich denke dazu Folgendes: Venlafaxin macht uns nicht gesund. Es hilft uns lediglich dabei, nicht völlig abzustürzen.
      Ich für meinen Teil habe akzeptiert (zumindest weitgehend ;), dass ich nie so leistungsfähig, aktiv oder permanent gut drauf sein werde, wie andere. Dafür falle ich aber mit Medikation und Anwendungen wie TMS nicht mehr in Panikattacken oder schwere Tiefs.
      Meine TMS habe ich mit dem Arzt im behandelnden Krankenhaus besprochen, nicht ein Mal mit der Krankenkasse. Wenn da also ein Antrag gestellt wurde, dann hat das der Arzt erledigt.
      Übrigens hilft mir auch Akkupunktur, Stress abzubauen.
      Melde Dich gern unter der o.g. Email Adresse.
      LG Susi

      Reply
  • Dea
    10. Dezember 2019 at 16:47

    Hey Susi, das klingt wirklich spannend. Wird denn vorher getestet, ob die Gehirnhälften verletzt sind? Und kann es Nebenwirkungen haben?
    Wo kann man eine solche Behandlung durchführen? In welchem Preissegment bewegt es sich?

    Reply
    • heysister
      10. Dezember 2019 at 18:09

      Hallo liebe Dea, wie im Artikel steht: die Krankenkasse zahlt. Die Nebenwirkungen sind vereinzelt Kopfschmerzen, ich hatte gar keine.
      Wo man solche Behandlungen durchführen kann, erfährst Du hier: https://dghp-online.de/
      LG Susi

      Reply

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