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Magnetfeldtherapie gegen Depressionen- meine Erfahrung

10. Dezember 2019

Spoiler: diesen Artikel zu tippen, kostet mich grade sehr viel Disziplin. Denn eigentlich möchte ich einfach rausschreien:

DAAAAAAAANKE!

Vor gut sechs Wochen hab ich Euch von der sogenannten Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) erzählt- der Magnetfeldtherapie. Sie kann für Patienten mit Depressionen eine echte Linderung und auch Heilung bedeuten. Und da ich gerade dabei bin, meine jahrelang eingenommenen Antidepressiva abzusetzen, stand für mich fest: ich möchte diese Art der Therapie unbedingt ausprobieren.

Magnetfeldtherapie an der medbo Regensburg

Am 11. November startete ich in der Psychiatrischen Ambulanz des Regensburger Bezirksklinikums mit der Behandlung. Vorab hatte ich schon einige Vorgespräche absolviert. Am Morgen der ersten Behandlung wurde ich erst einmal getestet, wie stark ich auf die Magnetimpluse reagiere. Anschließend durfte ich auf einer Liege Platz nehmen. Auf einer weißen Stoffmütze zeichnen die Krankenschwestern das zu bestrahlende Areal auf.

Man hat festgestellt, dass die beiden Gehirnhälften bestimmte psychische und körperliche Zustände steuern. Wenn die linke Gehirnhälfte verletzt oder weniger aktiv ist, kann dies zu Verstimmungen, Depression und Lustlosigkeit führen. Deshalb wird genau dieser Bereich bei der TMS dem Magnetfeld ausgesetzt. Der Energiestoffwechsel der Nervenzellen wird angeregt und die antidepressive Wirkung setzt ein. Zumindest ist das laut Studien bei 50% der Patienten so.

 

 

Eine Behandlung dauert genau 18 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Ich hatte sowohl während der TMS und auch nachher KEINERLEI Beeinträchtigungen. Die TMS wurde insgesamt 15 Tage lang eingesetzt, Montag bis Freitag, drei Wochen lang.

TMS- mein Fazit

Mein Partner attestierte mir ab Tag 1 der Behandlung eine positive Veränderung meines Wesens. Ich selbst merkte den Unterschied nach ungefähr 10 Anwendungen. Ich bin nicht mehr so angreifbar, ruhe mehr in mir und grübele weniger. Auch was mein Energielevel angeht, kann ich ganz klar einen Unterschied feststellen: ich bin jetzt viel leistungsfähiger und finde mehr Kraft für Sport.

Anders gesagt: Ich bin stabil. Und das mitten im Winter, in der Hochsaison der depressiven Verstimmung! Vor gut einem Jahr hatte ich einen sehr schlimmen Winter, war angespannt und hypersensibel- obwohl ich 225mg Venlafaxin nahm.
Heute nehme ich die minimale Dosis von 37,5.

TMS- Ausblick

Mit dieser Dosierung gehe ich nun auch in den Frühling. Denn in sechs Monaten möchte ich die Magnetfeldtherapie wiederholen und dann auch die letzten Reste meiner Antidepressiva loswerden.

Danke an das gesamte Team der Medbo für die tolle Betreuung.

 🙏

Edit: Wer mehr Infos zur Forschung und Anbietern der Magnetfeldtherapie benötigt: schaut hier vorbei: dghp logo website
 
 

  • Reply
    Dea
    10. Dezember 2019 at 16:47

    Hey Susi, das klingt wirklich spannend. Wird denn vorher getestet, ob die Gehirnhälften verletzt sind? Und kann es Nebenwirkungen haben?
    Wo kann man eine solche Behandlung durchführen? In welchem Preissegment bewegt es sich?

    • Reply
      heysister
      10. Dezember 2019 at 18:09

      Hallo liebe Dea, wie im Artikel steht: die Krankenkasse zahlt. Die Nebenwirkungen sind vereinzelt Kopfschmerzen, ich hatte gar keine.
      Wo man solche Behandlungen durchführen kann, erfährst Du hier: https://dghp-online.de/
      LG Susi

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