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Die richtige Ernährung bei Angst und Depression

Ein typischer Freitag Abend bei uns Zuhause sah lange Zeit so aus: wenn wir uns nicht einfach Pizza bestellt haben, gab es einen großen Teller Topf Nudeln. Und danach eine Schüssel Schokoladeneis. Soulfood vom Feinsten, oder? Einfach mal gutgehen lassen nach einer anstrengenden Woche. Tja.. so HABEN wir das bisher gemacht. Und vielleicht auch nicht nur am Freitag, sondern öfter. Tatsächlich hat sich unser Essverhalten seit Coronazeiten verändert- da war Bestellen Luxus und wir haben die Wirtschaft unterstützt. Doch so langsam wollen wir zurück zum alten Zustand: denn sogenanntes “Soulfood” ist in Wirklichkeit keines. Im Grunde konsumieren wir beim Schlemmen einfach nur extrem viel Fett und Zucker. Das lässt kurzfristig alle Synapsen jubeln- aber danach wird der Körper müde und schlapp. Und die Psyche gleich mit. Da kommt das Buch von Dr. Uma Naidoo „Ernährung für die Psyche“ zur rechten Zeit. Oder wusstet Ihr, dass Blaubeeren dabei helfen können, ein Trauma zu verarbeiten? Oder dass der Verzehr von Salami Depressionen verstärken kann?

Obstteller mit Nüssen

Blaubeeren sind nicht nur lecker, sondern richtig wertvoll für die Psyche

Ernährung für die Psyche

Die erfolgreiche Harvard-Psychiaterin Uma Naidoo ist on top ausgebildete Chefköchin und Ernährungswissenschaftlerin. Sie weiß: Darm und Gehirn stehen miteinander in einer sehr komplexen Beziehung. “Du bist, was Du isst”– heutzutage belegen sogar einige Studien, dass eine schlechte Ernährung depressiv machen kann. Im Umkehrschluss kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung Krankheiten lindern und sogar verschwinden lassen. Das trifft sowohl auf Depressionen, als auch auf Angst-, Zwangs- oder Schlafstörungen, Suchterkrankungen und posttraumatische Belastungsstörungen zu. Für jede der genannten Erkrankungen stellt Naidoo in ihrem neuen Buch Nahrungsmittel und Rezepte vor, die eine entscheidende Besserung versprechen. Und einen Versuch ist das alle Mal wert, oder? An der Ernährung zu arbeiten sollte auf jeden Fall vor der Einnahme von Antidepressiva erfolgen.

Frau isst mit Gabel Gemüse und Fisch

Frischer Fisch und Gemüse- leicht und super bekömmlich

Probiotika gegen Depressionen

Um zu verstehen, was Nahrung macht, müssen wir uns die Vorgänge in unserem Darm ansehen. So können bestimmte Arten von Darmbakterien im Gehirn die Konzentration von Stoffen wie Gamma-Aminobuttersäure steigern, was Depressionen und andere psychische Erkrankungen lindern kann. Diese Probiotika sind als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, aber besser ist es, sie durch die Nahrung selbst zu erhöhen. Joghurt mit lebendigen Kulturen ist eine der besten Quellen für Probiotika. Andere probiotisch reichhaltige Nahrungsmittel sind z.B. Sauerkraut, Kefir, Kombucha oder Buttermilch. Auch bestimmte Käsesorten wie Cheddar, Mozzarella oder Gouda sind gut für uns. Präbiotische Lebensmittel sind z.B. Bohnen und andere Hülsenfrüchte, Hafer, Bananen, Beeren, Knoblauch, Zwiebeln, Spargel und Lauch.

reich gedeckter Tisch

Schlemmen fürs Gemüt? OH JA!

Zucker macht krank

Im Gegensatz zu den Probiotika ist eine hohe Zuckerzufuhr absolut kontraproduktiv für unsere (seelische) Gesundheit. Ein übermäßiger Konsum kann Depressionen hervorrufen und verschlimmern. Zudem erhöht er die Wahrscheinlichkeit, dass Depressionen wiederkehren. Denselben Effekt haben (leider) kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln und alles andere, was aus Auszugsmehl hergestellt wird. Sie mögen zwar nicht süß schmecken, werden aber vom Körper so ähnlich verarbeitet wie Zucker. Das bedeutet, dass auch sie das Depressionsrisiko erhöhen können. Hier bieten sich Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Nahrungsmittel als Alternative an: Vollkornreis, Quinoa, Haferflocken, Chiasamen und Blaubeeren.

Lachs und Avocado

Die volle Portion gutes Fett: Lachs & Avocado

Gute Fette und Omega 3

Zucker und Weißmehl sind also absolut kontraproduktiv für unseren mentalen Zustand- und auch Süßstoffe, Frittiertes und „schlechte“ Fette sollten wir lieber meiden.
Zu den schlechten Fetten gehören zum Beispiel Margarine, Backfett und gehärtete Öle, die  Herz- Kreislauf-Erkrankungen und andere Probleme verursachen. „Gute Fette“ stecken in Avocados, Mandeln und Olivenöl, die Krankheiten vorbeugen und das Wohlbefinden fördern können. Auch Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für den gesunden Geist. Diese findet man vor allem in fetten Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele, Thunfisch, Hering und Sardine.

Fazit: Ernährung für die Psyche

Die Neuerscheinung aus dem Hause riva “Ernährung für die Psyche” von Dr. Uma Naidoo ist ein absolutes Musthave für alle, die sich und ihrer Psyche etwas Gutes tun wollen. Für mich außerdem ein AHA Effekt: die Aussagen der Autorin decken sich zu einem großen Teil mit denen des gehypten Medical Medium Anthony William. Wer also mit leckerem Essen gegen Angst, Depression, PTBS und andere Erkrankungen der Psyche vorgehen möchte: unbedingte Leseempfehlung.

Ps: Mehr zum Thema Ernährung und intuitives Essen erfahrt Ihr hier.