Liebe & Sex Lifestyle

Weibliche Lust erleben- ein Besuch im Skirt Club Berlin

20. Juli 2019

Zärtlichkeiten mit einer Frau auszutauschen- das haben vielleicht ein paar von uns in ihrer Jugend mal probiert. Einige Frauen stellen dabei fest: “Hell Yeah, das ist genau das, was ich will!” Und auch wenn ich persönlich Männer bevorzuge- es gibt Situationen oder Events, da würd ich schon gern mal Mäuschen spielen.

Und genau dafür hab ich meine wunderbare HEY Sister Nadine Primo. Sie war für uns auf einem Event des Skirt Club in Berlin.

 

Nadine Primo by Markus Hoppe

 

Es gibt sie: Diese Orte, an denen alles möglich scheint. Zumindest für eine Nacht. Fantasien werden Wirklichkeit, heimliche Träumereien müssen nicht länger versteckt, sondern wollen ausgelebt werden. Wer von euch hat nicht schon mal daran gedacht, wie es wäre, eine Frau zu küssen? Ihre schönen, warmen Lippen; ihre warme Haut berühren und in Sinnlichkeit zerfließen. Statistisch gesehen sind fast 74 % der Hetero-Frauen eigentlich bisexuell.

Weichheit statt Härte

Wen wundert es? Ist es nicht die alte Leier: Zwei Freundinnen, die etwas zu viel getrunken haben, fangen an zu knutschen; der Videoabend inklusive Kissenschlacht lockt letztlich auch verborgene Wünsche hervor… Vielleicht habt ihr auch schon einmal daran gedacht, während ihr mit eurem Partner geschlafen habt. Wie das jetzt wohl wäre? Zarte Haut, statt rauher Bart. Oder im Gegenteil: Beides! Wie viele von euch haben nicht schon einmal davon geträumt, eine weitere Spielgefährtin mit ins Bett zu holen und euren Partner, bzw. in erster Linie euch selbst, um den Verstand zu bringen?

Egal, ob gemeinsame Sexfantasie oder selbstbestimmte versteckte Träumerei: Der erste Schritt ist immer schwer. Gerade wenn man sein Leben lang als Hetero-Frau im Dating Life lediglich Erfahrungen mit Männern gemacht hat. Flirten Frauen anders? Wie reagiert mein Umfeld? Fühle ich mich beobachtet, weil es ungewohnt ist oder schauen tatsächlich gleich mehrere Neugierige zu? Bin ich wirklich bisexuell oder erregt mich eigentlich nur der Gedanke an eine schöne Frau, besser gesagt: einen schönen Frauenkörper?

Welcome to Skirt Club

Antworten auf die meisten dieser Fragen und vor allem Erfahrungen kann man sammeln – und zwar hier: im Skirt Club. Der Skirt Club ist bereits seit längerem vor allem in England und Nordamerika bekannt. Die Partys in Miami, San Francisco und New York genießen mittlerweile Kult-Status. In London und auf Ibiza ebenfalls – Berlin hingegen steckt noch in den Kinderschuhen.

Das ist mir und meiner Begleitung gleich zu Beginn des Abends bewusst geworden. Die Aufmachung der Location hatte wirklich wenig mit der zuvor kursierenden High Class Promo zu tun. Das Apartment bot jedoch trotzdem einen geschützten Raum für alle Teilnehmerinnen und nach allgemeiner anfänglicher Nervosität und zaghaften Nippen an zahlreichen Drinks, kam dann doch Stimmung in die Runde. Bei den teilnehmenden Damen handeltet es sich zum größten Teil um „Neulinge“, sogenannte bi-neugierige oder auch heteroflexible Frauen.

Vorsichtiges Annähern

Das fiel direkt auf: Die Flirtversuche schienen zu Beginn erst einmal von Schüchternheit überzogen. Allerdings kann man das auch niemandem Übel nehmen, wenn man bedenkt, dass die Location weder stimmungsvoll beleuchtet noch einladend dekorativ hergerichtet war. Auch die Bar hielt leider nicht das, was sie im Vorhinein versprach. Aus edlen Drinks wurden leckere Cocktails, die ihren Zweck jedoch erfüllten: Innerhalb von einigen Stunden wurde die Stimmung immer gelöster und auch die Damen ließen sich nach und nach auf die Betten und „Fickwiesen“ fallen. Freundliche Hostessen halfen ihnen dabei und initiierten an der ein oder anderen Stelle ein Spiel, um auch die letzten Hemmungen zu durchbrechen. Gerade Flaschendrehen erinnerte einen in diesem Moment wieder an die frühpubertären Videoabende und die ein oder andere konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Darf es mal etwas härter sein? BDSM

Das Abendprogramm stand unter dem Motto BDSM und ein Workshop als auch Tanzeinlage und die Vorstellung einer Fetisch-Shop Besitzerin gaben den Gästen einen tieferen Einblick in die Szene. Allerdings hätte ich mir auch hier vielleicht etwas mehr Liebe zum Detail gewünscht: Stimmungstechnisch ist man doch gerade bei so einem dominanten Thema auf etwas mehr Ambiente angewiesen. Stichwort: Lack und Leder. Wer sich hier wiederum an den Dresscode hielt und letztlich dazu beitrug, dass das Motto umgesetzt wurde, waren die Teilnehmerinnen. Trotz der anfänglichen Schüchternheit und dem zaghaften Anlauf des Abends hatte es sich keine nehmen lassen, wenigstens teilweise in Leder oder zumindest mit passenden Accessoires aufzukreuzen.

Luft nach oben

Zugegeben, der Ablauf des Programms war ähnlich stümperhaft wie die Dekoration. Aber trotzdem wurde das Ziel des Abends erreicht und wenn ich mich zurück erinnere sehe ich einige stöhnende Frauen. Nass verschwitzt und lustvoll stöhnend auf den Betten liegend. Zu zweit, zu dritt, zu viert… Das Wichtigste ist bei solchen Partys wohl das Gefühl. Was bringt es wiederum, wenn bei der Deko nicht gegeizt und nur namhafte Gäste geladen werden, aber dafür eine unnahbare Atmosphäre entsteht, die eher verschüchtert als aus der Reserve lockt?

 

 

Eins muss man den Gastgeberinnen lassen: Sie haben wirklich jede einzelne Dame persönlich „abgeholt“. Damit meine ich nicht nur, dass sie ihnen die Tür geöffnet haben. Im Gegenteil: Der Community Geist des Skirt Clubs steht im Mittelpunkt und wird dank kleinen Geschenken, wie dem goldenen Schlüsselanhänger für Neulinge, auch ordentlich zelebriert. Die Verkehrssprache an dem Abend war Englisch, denn es waren auch einige Mitglieder aus den USA und England angereist. An jeder Ecke wurde man von einer Hostess oder Veranstalterin in ein Gespräch verwickelt, auch ältere treue Mitglieder haben sich immer wieder nach dem eigenen Wohlbefinden erkundigt und dadurch eine geschützte und sichere Atmosphäre entstehen lassen, in der Wünsche wahr wurden.

 Skirt Club Berlin- ein Fazit

Eins kann ich wirklich sagen: Ich habe an dem Abend wirklich viele zufriedene Gesichter gesehen. Und dafür war kein Mann verantwortlich. Die ein oder andere wird bestimmt nochmal zu einem Event kommen, trotz der überzogenen Promo – zumindest in Berlin. Die anderen Standorte sollen halten, was die Werbung verspricht. Geldtechnisch gesehen finde ich die Veranstaltung daher leider nicht wirklich tragbar: ca. 120€ für das Ticket sind dann doch nicht wirklich gerechtfertigt. Vielleicht sollte frau hier noch einmal an einem passenderen Veranstaltungskonzept überlegen. Dennoch schien keine der Damen wirklich traurig darüber, dass der versprochene Luxus nicht eingehalten wurde.

Warum auch? Die Aufregung im Vorhinein war schließlich viel zu groß. In erster Linie geht es um eine entspannte, sichere, freie Atmosphäre. Die gibt es auch für unter 120€ pro Karte.

Nadine Primo

 
 

  • Reply
    Angi
    9. Oktober 2019 at 23:43

    Ich habe mir den ganzen Spaß auch schon drei mal verinnerlicht und muss sagen, beim ersten mal, schön toll super. Aber schon beim zweiten besuch glitzerte die Fassade nicht mehr so. Ich traf eine Dame die ich beim ersten mal auch traf und die erzählte mir das eine Freundin von ihr nicht mit aufgenommen wurde. Der grund, ihr aussehen entsprach nicht ganz dem Ideal das man anstrebe. Des weiteren waren fast alle Frauen Lespisch und es entwickelte sich zu einem internen Clubtreffen. Bei meinem dritten Besuch versuchte ich mal leicht an der Hygiene etwas, sagen wir mal, zu kratzen. Zum Thema Hepatitis und andern sachen wurden nicht weiter eingegangen. Fazit für mich. Anfangs eine schöne erfahrung die von mal zu mal verblasste.

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