HEY Sisters

Mein Weg zum Traumjob

18. Juli 2018

Auf meine Instagram Story zum Thema “Traumjob” gab es in den vergangenen Tagen viele Nachrichten und Fragen von Euch. “Was machst Du jetzt? Wie hast Du deinen neuen Job gefunden? Wieviele Jobs hast Du schon gemacht? Hast Du keine Angst, Dich (schon wieder) zu verändern? Und wie gehe ich selbst am besten vor, wenn ich nicht zufrieden bin?!”

Ich habe in den vergangenen 10 Jahren einige Berufe ausprobiert. Und alle haben mich meiner Leidenschaft immer näher gebracht:

Dem Schreiben.

 

 

Mein Weg bis heute

Nach dem Abitur und einem kurzen Intermezzo an der Uni (Pädagogikstudium, bis zum Vordiplom hab ich durchgehalten) absolvierte ich mit Anfang 20 eine Ausbildung bei einem Radiosender in Ingolstadt. Danach wurde ich übernommen und arbeitete als Redakteurin und Moderatorin im Hörfunk. Nach zwei Jahren wagte ich den nächsten Schritt- und jobbte zusätzlich beim Fernsehen als Nachrichtensprecherin.

Mit 28 veränderte sich mein Leben entscheidend: ich wurde schwanger und verbrachte nach der Geburt meiner Tochter zwei Jahre in Elternzeit. Um aber nicht völlig aus der Übung (und der Form) zu kommen, fing ich drei Monate nach der Geburt wieder als Nachrichtensprecherin an- ganz entspannt, für eine Woche im Monat. Sonst war ich mit meinem kleinen Wunder Zuhause und genoß unser Kennenlernen.

Zum Ende der Elternzeit wusste ich: ich möchte mich wieder verändern. Ich war mittlerweile 30 und so zog ich mit dem Vater meiner Tochter nach München, wo ich mich wieder nach Jobs im Radio-Business umsah. Ungefähr zeitgleich gründete ich meinen ersten Blog, groessenwahn. Aus einer Anstellung beim Radio wurde nichts, als junge Mutter war ich einfach zu unflexibel. Die Elternzeit lief ab- und ich wurde arbeitslos. Eine harte Zeit. Beim Arbeitsamt wurde ich als überqualifiziert abgestempelt- schwer vermittelbar. Deshalb entschied ich mich für die Flucht nach vorn:

Ich machte mich selbstständig

Auf meinen Businessplan bin ich bis heute megastolz. Ich hatte aus dem Nichts eine Existenz gegründet und machte meine Leidenschaft zum Beruf: Schreiben und Unterhalten. Über meine Tätigkeit als Bloggerin kam ich zusätzlich an einen Job als freie Stylistin bei Zalando.

Alles paletti soweit- doch dann kam die Trennung vom Vater meines Kindes und plötzlich stand ich wieder vor dem Nichts. Denn mit meiner Selbstständigkeit und den damit einhergehenden Kosten (Krankenversicherung, etc) konnte ich als alleinerziehende Mama nicht bestehen. München ist teuer, 1000 Euro Miete monatlich plus die Münchener Kita Gebühren… keine Chance.

Alles auf Anfang

Deshalb traf ich die Entscheidung, zurück nach Ingolstadt zu gehen. Zurück zum Radio, diesmal aber nicht mehr als Moderatorin, sondern als Online- und SocialMedia- Redakteurin. Denn darauf hatte ich mich in den vergangenen Monaten langsam aber sicher spezialisiert.

Nebenbei wuchs mein Blog und ich bekam immer mehr Aufträge- und als wäre das nicht schon genug, halste ich mir noch zusätzlich alle möglichen Jobs auf: Hauptsache, schnell wieder auf eigenen Beinen stehen, ein neues Leben aufbauen.

Ich jobbte bei einer PR Agentur, schrieb Artikel für eine Brauerei und machte noch fünf Monate lang Stylings für Zalando. Zusätzlich zu meinem Hauptjob beim Radio, wohlgemerkt. Und meinem Dasein als Mama.

Ich arbeitete quasi rund um die Uhr

Wenn ich nicht schlafen konnte vor lauter Stress, stand ich eben wieder auf und setzte mich an den Laptop. Bis ich dann morgens meine Tochter weckte und wieder zur Arbeit ging. Immer wieder gab mir mein Körper Zeichen. Aber ich verstand noch nicht.

 

 

Das ging lange Zeit mehr oder weniger gut. Nach zwei Jahren Vollgas war es meine Ärztin, die die Reißleine zog: sie schickte mich auf Kur.

Heute weiß ich- ich hatte gar keine Zeit, zu überlegen. Ich habe funktioniert.

Kennt Ihr die Metapher vom Angler?

Ein Wanderer kommt auf seinem Weg an einem See vorbei. Dort sitzt ein Angler, neben sich einen leeren Eimer. Kein Fisch will beißen. Nach einiger Zeit spricht der Wanderer den Mann an: „Lieber Angler, ich könnte Dir zeigen, wie man ein Netz knüpft, dann kannst Du in weniger Zeit viel mehr Fische fangen.“ Der Angler sieht ihn nicht einmal an, sondern entgegnet genervt:”Siehst Du nicht, dass ich keine Zeit habe, ein Netz zu knüpfen?! Ich muss Fische fangen.“

Tausend Baustellen, viele Jobs, die alle zusammen zwar meine Existenz sicherten, aber meine Gesundheit bedrohten- das konnte nicht die Lösung sein. Ich war zunehmend unglücklich und ausgelaugt.

Ich wollte endlich mein Netz knüpfen.

 

 

Wie ich es geschafft habe, meine Einstellung zu ändern und meinen neuen Weg  (und Job) gefunden habe- das erfahrt Ihr im zweiten Teil!

 

 

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