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Angsthase trifft Expertin: Meine Fragen zum Thema Permanent Make-Up

Ich gestehe, ich schleiche schon seit einigen Jahren um dieses Thema herum: Permanent Make-Up. Es wäre nämlich-eigentlich- ideal für mich. Ich gehöre schon immer zu den Faulis im Bad. Die Aussicht, mit Lidstrich und perfekten Augenbrauen aufstehen, klingt mehr als verlockend. Meine Augenbrauen sind von Natur aus sehr schmal und dünn, ich muss jeden Tag nachschminken. Auch im Hinblick auf die Schmerzen hab ich keine großen Probleme, ich habe fünf teilweise großflächige Tätowierungen am Körper. ALSO: Warum trau ich mich nicht? Ganz ehrlich… ich habe Angst, danach auszusehen wie Karl Arsch. 🙈

Deshalb hab ich eine gefragt, die es wissen muss.

Permanent Make Up – die Expertin

Meine Beautyexpertin Nicole von Natürlich Schön. Sie hat selbst viele Jahre hunderte Kundinnen mit Permanent Make Up verschönert, kennt Farben und Technik auf dem FF. Sie trägt es selbst als Lidstrich und an den Augenbrauen und das wichtigste: IHR vertraue ich.

Nicole, für meine Augenbrauen gibt es zwei Möglichkeiten: Microblading und Permanent Make-Up. Was ist denn da jetzt der Unterschied?

“Der wesentliche Unterschied ist die Technik, wie die Farbe in die Haut gelangt. Beim Permanent Make-Up wird das mit einem speziellen technischen Gerät gemacht. Beim Microblading werden per Hand mit einem kleinen Messer feine Striche in die Haut geritzt und mit Farbe aufgefüllt. So entstehen sehr feine Linien.”

Und welche Behandlung würdest Du mir empfehlen?

“Definitiv das Permanent Make-Up durch die Maschine. Das Ergebnis wird dann viel gleichmäßiger, weil der Kosmetiker*in bzw. Linergist*in unterschiedlichste Pigmentiernadeln zu Verfügung stehen. Auch die Geschwindigkeit der Nadeln ist durch das Pigmententiergerät individuell einstellbar. Außerdem hält das Ergebnis mit der Maschine gut zwei bis vier Jahre, während beim Microblading meist nach acht Monaten schon nachgearbeitet werden muss. Und auch wenn das Schmerzempfinden sehr individuell ist: die Pigmentiermaschine arbeitet schneller und deshalb ist es auch schneller vorbei. 😉 Und wenn wir grade beim Thema sind: den Schmerz muss man sich ungefähr so vorstellen, wie beim Augenbrauen zupfen.”

Permanent Make-Up: Anwendungsgebiete

Tatsächlich ist das Permanent-Make-Up an den Augenbrauen besonders gefragt. Doch es gibt natürlich noch weitere Stellen, die mit “Nadel und Farbe” verschönert werden können:

  • Lidstrich: Für die Betonung des Auges wird der Lidstrich über den Wimpern in die Haut gezeichnet.
  • Wimpernkranzverdichtung: Hier wird ein Lidstrich zwischen den Wimpern pigmentiert. Das ist absolute Feinarbeit.
  • Schmale oder blasse Lippen kann ein Permanent Make-Up voll und rosig erscheinen lassen. Hier werden Konturen nachgezeichnet und/oder die Lippenfarbe mit einer Schattierungstechnik aufgefrischt.
  • Einige Kunden wünschen sich Muttermale an bestimmten Stellen.
  • Und zu guter Letzt gibt es postoperative Pigmentierungen, z.B. nach Krebserkrankungen.

Vor der Behandlung

Noch bevor es losgeht, gilt es für Nicole die wichtigsten Checkpunkte für die gesamte Behandlung zu  klären:

“Egal, wo Du hingehen möchtest: bitte informiere Dich ausreichend über das Studio. Stimmt die Ausbildung der Kosmetikerin/des Kosmetikers? Ist die Person zertifiziert? Führe ein Vorgespräch, lass Dir Fotos zeigen von bisherigen Behandlungen. Frage, welche Farben (Herstellungsort) verwendet werden und vor allem: achte auf die Hygiene. Das Schlimmste, was Du tun könntest, wäre, dir das Permanent Make-Up auf einer Messe machen zu lassen. Die vielen Menschen dort, die Bakterien und Staub sind die denkbar schlechteste Umgebung für so eine Behandlung.”

Auch Absprachen im Hinblick auf eventuelle Allergien und Krankheiten sind wichtig. Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin oder Marcumar dürfen mindestens eine Woche vor der Pigmentierung nicht eingenommen werden, wegen der Blutgerinnung. Betroffene müssen deshalb im Vorfeld einen Arzt konsultieren und das weitere Vorgehen abklären. Kein Problem ist es hingegen, ein Schmerzmittel wie Ibuprofen einzunehmen, um die Empfindlichkeit zu mindern. Auch Vorerkrankungen wie Herpes müssen unbedingt besprochen und evtl. vor der Pigmentierung schon behandelt werden. Auf jeden Fall zu empfehlen ist: Permanent Make-Up bitte nicht im Sommer machen lassen. Wegen der intensiven Sonneneinstrahlung verhornt die Haut schneller und das Risiko eines Farbverlustes ist ziemlich hoch.

Nicoles Regel: “Saison ist von Oktober bis April. Vier Wochen vor und nach der Pigmentierung bitte keinen Sonnenurlaub einplanen.”

Ablauf

Wenn das Vertrauensverhältnis zum Kosmetikstudio stimmt und alles abgesprochen wurde, kann es losgehen. Für eine Behandlung muss die Kundin etwa zwei Stunden einplanen.

Nicoles ehemalige Ausrüstung: damit wird das Permanent Make Up aufgetragen

Nicole: “Es ist wichtig, dass die Kundin am Tag der Behandlung auf Pflege und MakeUp auf den zu pigmentierenden Partien verzichtet. Ein Ölfilm würde den Farbeintritt verhindern und erhöht ein Allergierisiko.”

Los geht’s

Als Erstes wird eine Hautanästhetikum aufgetragen, zur Beruhigung der zu behandelnden Stelle. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird pigmentiert. Die Behandlungsdauer hängt unter anderem auch von Hautzustand, -dicke und -empfindlichkeit ab. Unmittelbar nach der Behandlung ist die Haut leicht geschwollen und es bildet sich eine Kruste. Nicht erschrecken- das Ergebnis ist erst nach ein paar Tagen richtig sichtbar.

Nachbehandlung und Pflege

Als Nachbehandlung empfiehlt Nicole einfache Vaseline, da sie die Hautoberfläche geschmeidig hält und die Farbe in die Haut einschliesst. “Ich würde keine Wirkstoffcreme oder Ähnliches verwenden, da eine Heilsalbe die Heilung beschleunigt und es passieren kann, dass die Farbe ausfällt. Und wie gesagt: intensive Sonnenbäder oder Solariumbesuche für mindestens drei Wochen nach der Pigmentierung meiden.

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Liebe Nicole, ich danke Dir für deine Beratung! Mehr von meiner Beauty-Expertin erfahrt Ihr auf ihrer Instagramseite oder hier, im letzten Beitrag zum Thema Hangover.

Ich mach mich dann mal auf die Suche nach einem professionellem Pigmentierstudio hier in Regensburg. Und natürlich: wenn Ihr noch Fragen habt: immer her damit, ich leite sie an Nicole weiter!

 
 
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2 Comments

  • Elena
    15. März 2020 at 13:34

    Eine Bitte von mir;
    Informationen zu Medikamenten, wie im Beitrag genannt, nicht vorenthalten. Das ist in diesem Fall WICHTIG!
    Das Medikament heißt nicht Makomar sondern MARCUMAR (Inhalt Phenprocoumon). PatientInnen, die Aspirin (auch ASS) oder Marcumar einnehmen, dürfen dieses keinesfalls einfach pausieren. Das ist dann meist lebensgefährlich und muss im Vorfeld unbedingt mit einem Arzt besprochen werden. Insbesondere vor rein kosmetischen Prozeduren.

    Reply
    • heysister
      15. März 2020 at 13:46

      Hi Elena, Danke für Deine wichtige Ergänzung.
      Wir haben den entsprechenden Absatz angepasst.
      LG Susi

      Reply

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