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Schulfrei: Wie wir unsere Kinder sinnvoll beschäftigen

Die absolute Ausnahmesituation ist eingetreten. Weil die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt werden soll, sind die Schulen in Deutschland ab sofort fünf Wochen lang geschlossen. Eltern müssen von heute auf morgen eine Lösung finden: wer passt auf die Kinder auf? Viele Paare sind beide voll berufstätig, dazu kommen die Alleinerziehenden und auch, wenn nur ein Elternteil voll und der andere halbtags arbeitet- ein Riesen-Chaos entsteht. Die Betreuung durch die Großeltern fällt bei den meisten weg- damit der Virus nicht an sie heran getragen wird.

Ruhig und pragmatisch bleiben

Ich schwanke, wie wir wahrscheinlich alle, zwischen zwei Stimmungen: einerseits versuche ich, mich zu beruhigen. #Staythefuckhome und gut is. Andererseits weiß ich: wir brauchen schon einen Plan für die nächsten Wochen. Ich habe Aufträge, die ich erfüllen muss- zwar vom Home Office aus, aber dafür brauche ich ein System, damit meine 7-jährige währenddessen auch beschäftigt ist. 

1. Struktur ist wichtig

In den letzten Tagen habe mich mich viel mit anderen Eltern ausgetauscht und verschiedene Modelle durchdiskutiert. Mein Plan für die nächsten Wochen: vormittags wird zwei Stunden gelernt. Dazu setzen wir uns zusammen an den Esstsch, meine Tochter bearbeitet ihre Arbeitsblätter, die sie von der Schule mitbekommen hat, und ich sitze am Laptop. Ein strukturierter Tagesablauf ist wichtig, denn die Kinder sollen wissen: das hier sind gerade keine richtigen Ferien. Es gibt feste Zeiten zum Lernen, zum Spielen, zum Essen. Auf Lerngruppen mit anderen Schülern verzichte ich ganz bewusst- das ist für mich nicht effektiv.

2. Langeweile muss sein 

Kinder dürfen- und müssen!- sich auch mal langweilen. Wenn ich also weiß, dass die nächsten Wochen nicht immer High Life sein wird, dann ist das ok. Ich muss mich nicht unter Druck setzen, jeden Tag volles Programm aufzufahren. Bastelgeschäfte stürmen. Nö, seh ich nicht ein. Langeweile darf sein, damit Kinder kreativ werden. Dinge in ihrem Kinderzimmer auseinander nehmen, umfunktionieren. Ideen entwickeln. Und ruhig dürfen wir dabei auch mal an unsere eigene Kindheit zurück denken: das ständige Beglucken durch die Eltern war doch eher die Ausnahme, oder?

 

3. Zurück zur Natur

Danke, Corona, dass Du erst zur Frühlingszeit gekommen bist! Es wird mit jedem Tag schöner: lasst uns die Fahrräder nehmen und dann ab in den nächsten Park. Fußball raus, Federball, Schnitzeljagd- oder muss der Garten nach dem Winter auf Vordermann gebracht werden? Rote Backen und frische Luft sind zudem ideal für unser Immunsystem!

4. Spiele für Drinnen

All die Bücher, die sonst nur im Regal stehen, all die Puzzle, Brettspiele, Malbücher, die Knete, die Steckperlen- RAUS DAMIT! Es gibt viel zu tun! Und noch mehr Ideen kommen hier:

  • Musik machen & Singen. Und zwar völlig egal, ob mit dem Glockenspiel, Klavier oder der Trommel. Singen ist gut für die Stimmung, ein Instrument zu spielen baut Anspannung ab.
  • Collagen basteln. Meine Tochter und ich lieben es, aus alten Zeitschriften und Katalogen Bilder zu machen. Meist denken wir uns vorher ein Motto aus, zum Beispiel Urlaub. Und dann wird drauf losgeklebt! 
  • Basteln: Ostern steht vor der Tür, und bei Pinterest gibt es tausende Vorlagen!
  • Wofür meist im Alltag die Zeit fehlt, weil alles schnell gehen muss: zusammen kochen. Darauf freue ich mich, mit meiner Tochter Rezepte auszuprobieren und sie richtig schön helfen zu lassen. Ganz ohne Zeitdruck.

  • Spielzeug aussortieren. Was wird nicht mehr beachtet, was kann man verkaufen? Dafür fehlt im Alltag oft die Zeit. Jetzt kann in Ruhe bewertet und gleich online weiter gegeben werden. 
  • Was meine Tochter liebt: Spielzeug putzen. Klingt komisch, ist aber so. Zumindest, was ihr Playmobil- und Barbiehaus angeht. Wir nehmen dafür alle Möbel raus, saugen durch, wischen und dasselbe machen wir mit Möbeln und Puppen.
  • Habt Ihr eigentlich ein Fotoalbum für die Kinder? Und wie oft kommt Ihr dazu, da was einzukleben? Das könntet Ihr getrost jetzt erledigen. 
  • Oma und Opa sehen klappt grade nicht. Aber anrufen geht- und wenn die Kinder schon größer sind, dann ist auch ein Brief oder eine Postkarte eine wunderschöne Idee!
  • Verkleiden spielen oder eine Minimodenschau veranstalten- grade für mehrere Kinder ein großes Vergnügen.
  • Wir lieben es, neue Häuser für Barbie und Co zu kreieren. Dafür nehmen wir alte Kartons, schneiden Möbel aus dem IKEA Katalog und stellen passende Accessoires rein. Das sind dann unsere Gasthäuser oder Ferienwohnungen zu den großen Plastikoriginalen.
 

5. Gute Filme

Klar, Fernsehen soll das Zuckerl bleiben, nicht der Dauerzustand. Aber wenn es dann mal soweit ist und Ihr habt die Nase voll von Kika und Co (und ggf. auch schon Netflix in Sachen Kinderangebot durch): am 24. März geht Disney Plus in Deutschland an den Start.

Der Preis liegt bei 6,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro pro Jahr. Noch bis zum 23. März 2020 hat Disney Plus ein besonderes Angebot: das erste Jahr Streaming für 59,99 Euro.-umgerechnet auf den Monat sind das 4,99 Euro. Dafür spart Ihr Euch DVDs und Co.

Ein paar Beispiele aus dem Sortiment:

  • 101 DALMATINER
  • ALADDIN 
  • ALICE IM WUNDERLAND
  • ARIELLE, DIE MEERJUNGFRAU
  • BAMBI
  • CHAOS IM NETZ
  • CINDERELLA
  • DAS DSCHUNGELBUCH
  • DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME
  • DER KÖNIG DER LÖWEN
  • DIE CHRONIKEN VON NARNIA
  • DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN
  • DIE MUPPETS
  • DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
  • DORNRÖSCHEN
  • DUMBO

und das sind nur die Titel bis D, die ich toll finde. 😀

Habt Ihr noch mehr Tipps für die kommende Zeit? Was macht Ihr besonders gern mit den Kids?

Bleibt gesund. 

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