HEY Sisters

HEY Sisters: Simone Filser, Freie Rednerin

27. September 2018

Wer mich kennt, der weiß: Menschen unterhalten und reden, das kann ich. Aber es gibt eine Sache, die kann ich ganz und gar nicht: bei Hochzeiten cool bleiben. Ich weine schon bei “Tüll und Tränen” und habe bisher nur ein einziges Mal eine Rede auf der Hochzeit einer Freundin gehalten. Erst musste ich während des Vortrags schluchzen vor lauter Rührung, dann über mich selbst lachen- und am Schluß war die ganze Kirche am Kichern.

Aber an diesem einen Tag, der für das Hochzeitspaar der “Schönste im Leben” sein soll, zählt jedes Wort. Und in Zeiten, wo gefühlt jede(r) Zweite überlegt, ob er noch Mitglied im Kirchenclub sein will, schlägt die Stunde der Freien Redner bzw. Rednerinnen!

Eine von ihnen ist Simone Filser aus Ingolstadt. Sie ist die erste Frau in meiner Reihe HEY Sisters, wo es um Gründerinnen, Businessfrauen und einfach tolle, erfolgreiche Frauen geht, die ihren Weg gefunden haben!

Simone ist 37 Jahre alt und ist die erste Rednerin in Bayern, die von der ihk Köln geprüft und zertifiziert ist. Sie wird vor allem für Hochzeiten gebucht, aber auch für freie Taufen, sogenannte “Kinderwillkommensfeste”.

 

 

 Simone, schön, dass Du dir Zeit nimmst! Du hast Dir deinen Traum erfüllt und arbeitest heute als freie Rednerin. Was ist das Schöne an Deiner Arbeit?

Das Schönste an meiner Arbeit ist, dass ich immer von glücklichen Menschen umgeben bin und meine Leidenschaft für Reden und Hochzeiten ausleben darf- das fasziniert mich tatsächlich schon, seit ich ein kleines Mädchen war.

…und was nervt?

Nerven kann man nicht direkt sagen… Aber, dass Hochzeiten hier in Bayern schon noch ein Saisongeschäft sind und im Winter wenig bis keine Hochzeiten stattfinden, ist schon ein bisschen schade.

Wie sicherst Du dann Dein festes Einkommen? 

Ich arbeite neben meiner Redner Tätigkeit noch halbtags für einen Bildungsträger und coache Jugendliche auf dem Weg von der Schule in den Beruf.  Deshalb bin ich momentan noch Kleinunternehmerin, strebe aber auf lange Sicht auf jeden Fall die komplette Selbständigkeit an. Im Moment ist das für mich das beste Modell: Absicherung durch den Job im öffentlichen Dienst und immer mehr mit meiner Redner Tätigkeit erreichen – und das funktioniert immer besser!

 

 

Wie erreichst Du Deine Zielgruppe/ Kunden:

Gebucht werde ich meistens über eine Agentur (freieredner.com) und mittlerweile auch immer mehr über Mundpropaganda, also Empfehlungen. Ich plane gerade meine fünfte Saison als Rednerin und habe mich, wie Du es bereits erwähnt hast, letztes Jahr als erste Rednerin Bayerns bei der ihk Köln prüfen und zertifizieren lassen. Das gab es bis dato im gesamten deutschsprachigen Raum noch nicht. Ich habe außerdem zahlreiche Fortbildungen hinter mir und das ist auch etwas, was ich anderen Frauen, die sich selbstständig machen wollen, raten würde: am Ball bleiben und sich immer wieder weiterbilden.

Home Office oder Büro?

Ich treffe meine Paare vorwiegend bei mir daheim, in lockerer Wohnzimmer- Atmosphäre.

Woher holst Du Dir Deine Inspiration?

Im Austausch mit lieben Kollegen und natürlich im Netz über Instagram, Facebook, Pinterest und Co.

Hast Du Vorbilder?

Ich bewundere alle guten Redner, sei es bei politischen Themen, schlagfertige Moderatoren oder Sport-Kommentatoren. Wahnsinn, wie schnell die oft reagieren müssen, oder?! Aber auch mein Ausbilder Martin Lieske ist als ehemaliger Theologe ein wirklich toller Redner und hat sein Bestes gegeben, mir das möglichst gut zu vermitteln. 😉

 

 

Was war für Dich die größte Hürde beim Gründen?

Die gab es nicht! Ab dem Moment, wo mein Entschluss gefasst war, hab ich losgelegt und alles hat sich gefügt.

Was ist Dein erklärtes berufliches Ziel?

Noch lange Zeit viele Paare glücklich verheiraten zu dürfen und viele Kinder willkommen zu heißen. Auch Erneuerungen von Eheversprechen sind bei mir in freien Zeremonien möglich, und das ist immer mehr im Kommen.

Zu guter Letzt: Was rätst Du anderen Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit?

Wenn Ihr etwas aus voller Überzeugung und Leidenschaft macht, dann „traut“ Euch zu gründen und sei es zuerst im Nebenerwerb! Ihr werdet es nicht bereuen und für Euren Mut belohnt werden!

Vielen Dank liebe Simone!

Fotos: Melanie Funk Photography

Mehr tolle Frauen, die ihren Traumjob gefunden haben und dafür auch einiges in Kauf genommen haben, findet Ihr in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder hier auf HEY Sister- und natürlich freuen wir uns auch auf Eure Fragen, Kommentare und Feedback!

 

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