HEY Sisters

HEY Sisters: Birgit Engert von HAPPY’N’ESS

14. Juni 2019

Heute darf ich Euch eine Frau vorstellen, die mich mit dem, was sie tut, sehr berührt. Ich selbst hatte und habe nicht immer das beste Verhältnis zum Essen. Ess-Störungen und Zuckersucht sind Teil meines Lebens. Deshalb freut es mich um so mehr, dass ich Euch Birgit Engert aus München vorstellen darf. Die zweifache Mama ist Coach für intuitives Essverhalten, Personal Trainerin und Trainerin für Somatische Intelligenz, Vor fünf Jahren hat sie sich mit HAPPY’N’ESS selbstständig gemacht und begleitet seitdem Frauen auf ihrem Weg zu einem gesunden Essverhalten und einer positiven Körper-Wahrnehmung.

 

 

Birgit, was ist das Schöne an Deiner Arbeit?

Am Schönsten ist es für mich, die Veränderung bei meinen Kundinnen zu beobachten. Die meisten kommen völlig frustriert zu mir, sehen mich und mein Coaching als die letzte Chance, doch noch etwas verändern zu können. Nachdem sie sich durch sämtliche Diäten gequält haben, den Stoffwechsel über die Jahre ruiniert haben und das Gewicht trotzdem permanent steigt, sehen sie oft keinen Ausweg mehr. Wenn ich dann sehe, welches Strahlen ich nach nur wenigen Stunden auf ihre Lippen zaubere, dann geht mir das Herz auf. Ich zeige ihnen, dass Abnehmen Spaß machen kann, und dass es auch ohne Verbote geht. Und plötzlich geht die Gewichtskurve in die richtige Richtung. Langsam, aber dafür stetig und nachhaltig.

.. und was nervt?

Hm, früher, als ich noch angestellt war, hat mich vieles genervt. Aber seit ich mein eigener Chef bin ist das ziemlich wenig. Manchmal bin ich von mir selbst genervt, weil ich so viele Ideen habe und dadurch etwas den Fokus verliere. Wer mich einmal kennengelernt hat, weiß dass ich eigentlich sehr strukturiert bin und weiß was ich will 😉

 

 

Home Office oder Büro?

Zum Anfang meiner Selbständigkeit habe ich einen Büroraum angemietet, um Kunden zu empfangen. Nach meiner zweiten Schwangerschaft habe ich dann erstmal von zu Hause gearbeitet und an meinem Online- Business gewerkelt. Irgendwann ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. In den Ferien hatte ich das Gefühl, meine ganze Familie sitzt in meinem Büro rum und hält mich vom Arbeiten ab. Dabei saßen sie nur – berechtigterweise – in unserem Wohnzimmer. Heute habe ich wunderschöne Räume gleich bei uns in der Nähe und baue ab und zu einen Tag Home Office ein, um nebenbei ein paar Dinge im Haushalt erledigen zu können.

Woher holst Du deine Inspiration?

Ich schaue mich gerne in den sozialen Netzwerken um, auf Instagram, Facebook und Pinterest. Ich lasse mich aber auch sehr gerne von meinen Kindern und der Natur inspirieren, oder auch von meinen Kundinnen. Die haben oft großartige Ideen, die sie selbst meist für total banal halten.

Hast Du Vorbilder?

Ich bewundere jede Frau, aber auch jeden Mann, bei dem das Gleichgewicht zwischen Familie, Partnerschaft und Beruf passt. Das ist für mich die größte Herausforderung, denn irgendwas kommt immer zu kurz. In anderen Bereichen möchte ich heute aber auch selbst Vorbild sein. Ich möchte andere inspirieren und ihnen den Spaß an Essen und Bewegung nahe bringen, vor allem meinen Kinder und meinen Kunden. Beides kann man so einfach und auch ohne viel Disziplin in den Alltag integrieren.

 

 

Was war die größte Hürde beim Gründen?

Ich hatte einfach unglaubliche Angst davor, dass ich nicht gut genug bin in dem, was ich tue. Und so habe ich sehr lange nach dem gesucht, was ich wirklich am besten kann. Und selbst dann war ich ständig auf der Suche nach noch mehr Fortbildungen, Zertifikaten und Ausbildungen. Heute würde ich sagen, ich bin angekommen. Ich finde mein Angebot absolut rund, ich weiß, dass ich meinen Kundinnen helfen kann und bekomme dies auch immer wieder bestätigt.

Wie empfindest Du die Unterstützung seitens des Staates beim Gründen?

Ich habe damals den Gründerzuschuss erhalten, was für mich eine super Stütze war. So konnte ich nach der Elternzeit die ersten Monate überbrücken, in denen ich kein Elterngeld mehr erhalten habe und die Entscheidung, mein Angestelltenverhältnis zu kündigen, fiel mir so um einiges leichter. Ich weiß nicht, ob ich diesen Schritt sonst gewagt hätte.

Was ist Dein erklärtes berufliches Ziel?

Ich möchte die Gesellschaft zum Umdenken anregen und diesen aktuell herrschenden Diätwahn und die Suche nach der perfekten Ernährung aus unserer Welt schaffen. Denn jede Frau sollte sich in ihrem Körper wohlfühlen dürfen, und das funktioniert meiner Ansicht nach am besten, wenn wir uns von allgemein gültigen Regeln und Dogmen verabschieden, nicht jedem Trend hinterher jagen und wieder mehr auf unsere körpereigenen Signale achten.

Je besser wir das als Frau und Mutter können, umso mehr können wir unseren Kindern mit auf den Weg geben.

Und hier kommt gleich der nächste Punkt: ich möchte unseren Kindern, bzw. den nachfolgenden Generationen ein Umfeld bieten, in dem sie vor Essstörungen und Übergewicht gefeit sind. Das geht nur, wenn es eben keine strikten und strengen Regeln rund um gesunde und ungesunde Ernährung gibt. Und wenn es keine Idealmaße gibt, an denen sie sich orientieren. Stattdessen sollten wir unseren Kinder die Natur wieder etwas näher bringen, mit all ihrer Vielfalt die sie uns bietet. Wir sollten sie darin bestärken, dass sie richtig sind, genauso wie sie sind und sie unterstützen, auf ihre Intuition zu hören.

Zudem wünsche ich mir, dass meine Arbeit irgendwann so viele Früchte trägt, dass ich meine Kinder zumindest an zwei Tagen pro Woche nach der Schule mit einem warmen Mittagessen empfangen kann. Als ich in die Schule ging, war meine Mutter zu Hause und ich habe diese Zeit sehr genossen. Auch ich möchte die Zeit mit meinen Kindern genießen und für sie da sein und die volle Flexibilität der Selbständigkeit nutzen.

 

 

Was rätst Du anderen Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Einfach machen. Ich finde das Wichtigste ist, dass man immer im Hinterkopf behält, dass die Entscheidung, zu dem was ich machen möchte, nicht für immer ist. Als Selbständige habe ich immer und jeden Tag die Möglichkeit, mein Angebot anzupassen und zu verändern.

Heute unterstütze ich Frauen dabei, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, in ein paar Jahren eine Akademie zu gründen, um Menschen auszubilden, die mein Wissen weitergeben möchten. Genauso träume ich davon, ein Buch zu schreiben, ich möchte auf der Bühne stehen und mehr Menschen zum Umdenken anregen. Das Feld ist noch sehr weit und es geht immer weiter. Hätte ich das zum Zeitpunkt der Gründung schon alles bedacht, wäre die Angst vermutlich noch viel größer gewesen und ich hätte diesen Schritt nicht gewagt. Aber man wächst mit jeder Herausforderung und traut sich so jeden Tag ein Stückchen mehr zu. Also, einfach irgendwo anfangen und alles weitere wird sich von selbst ergeben.

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Danke Birgit für diese wahren Worte!

Wollt Ihr mehr über Birgit erfahren, dann schaut auf HAPPY’N’ESS vorbei. Mehr interessante Frauen, meine HEY Sisters findet Ihr hier!

 
 

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