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Buchtipp: “Liebesgedöns” von Andrea Weidlich

Wenn das erste Buch einer Autorin direkt zum Spiegel-Bestseller wird, dann ist das natürlich erstmal der pure Wahnsinn. ABER: der Druck ist enorm. Denn dann muss die Gute mit dem Nachfolger sowas von abliefern! So ging es wohl auch Andrea Weidlich. “Der geile Scheiß vom Glücklichsein” (hier geht’s zur Rezension) war innerhalb der ersten Tage in mehreren Städten komplett ausverkauft und ging nach weniger als einem Monat in die 2. Auflage. Jetzt ist ihr zweites Buch erschienen: Liebesgedöns: Der geile Scheiß vom Suchen und Finden. Ob es das Buch mit dem Erstlingswerk aufnehmen kann? Jein.

Liebesgedöns

Andrea Weidlich sagt selbst über ihr Buch: “Es gibt viele wertvolle Ratgeber über die Liebe, aber um wirklich etwas in sich zu bewegen, braucht es oft mehr als abstrakte Theorie. Ich wollte das Thema daher völlig neu angehen und tiefgreifende Aspekte von Liebe, Partnerschaft und Singlesein über Geschichten zum Leben erwecken und Leserinnen und Leser da eintauchen lassen, wo ihre eigene beginnt, und etwas Neues in ihnen entstehen kann.”

Der Plott: Andrea selbst bekommt von ihrem besten Freund ein Ticket für ein Liebesseminar geschenkt. Drei Singles, drei Paare und ein (sehr attraktiver) Therapeut verbringen ein Wochenende auf engstem Raum. Dort stellen sie sich verschiedene Fragen: Braucht es Glück für die Liebe? Wo und wie haben wir uns verloren? Warum können wir nicht einfach zufrieden sein? Die Geschichten und Gedanken dieser zehn Menschen fügen sich zu einem größeren Bild und eröffnen das Geheimnis.

Mitten in der Therapie

Auch wenn die Geschichte am Anfang etwas konstruiert erscheint- schnell verfliegt dieser Gedanke. Denn die Menschen, die in dieser Therapie aufeinander treffen, kennen wir alle. Teilweise sind sie Freunde von uns- teilweise stehen sie für unsere eigenen Anteile. Mit ihrem wunderbaren Humor und ihrer tiefen Einfühlsamkeit schafft es die Autorin, dass nichts, aber auch gar nichts mehr konstruiert erscheint. Wir reisen ist vielmehr in das Innenleben verschiedenster Charaktere. Andrea Weidlich lässt uns nachvollziehen, wie wir uns gegenseitig in Beziehungen triggern- und wie uns genau das heilen kann. Mehr als einmal musste ich in diesem Buch Tränen vergießen, mehr als einmal habe ich meinen Freund geholt, um ihm vorzulesen.

Liebesgedöns ist ein einziger großer AHA Effekt

Ich liebe dieses Buch und in jeder Seite wird die Leidenschaft Andreas, hier etwas Großes und Wunderbares abzuliefern, offenbar. Auch die Expertise, für die sie mit verschiedenen Psychologen gesprochen und Verknüpfungen aufgearbeitet hat, ist so wichtig. Jeder einzelne der Konflikte, die in diesem Buch beschrieben werden, zeigt: wir müssen uns erst unserer eigenen Geschichte bewusst sein, bevor wir sie mit in eine Beziehung nehmen.

Wenn die Frage also lautet: Kann Andrea ihren Erfolg von “Der geile Scheiß vom Glücklichsein” mit “Liebesgedöns” fortsetzen? Dann muss die Antwort lauten: Jein. Weil sie ihn nicht nur fortsetzt- sondern tatsächlich noch einen draufsetzt. 10 von 10 Punkten.

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