Beauty HEY Sisters

HEY Sisters: Paloma Bradtke von Wonderbar

22. August 2019

Kosmetik ohne Tierversuche, ohne Palmöl, ohne zusätzliche Schadstoffe und ohne Plastik. Stattdessen mit hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffen wie Kokosnuss- und Olivenöl, natürlichen pflanzlichen Extrakten, reinigender Tonerde und natürlichen ätherischen Ölen. Das ist Wonderbar. Ein Berliner Label, das Seifen im schonenden Kaltsiedeverfahren und in kleinen Chargen herstellt- handgefertigt, versteht sich. Der schöne Kopf hinter den stylischen Produkten: Paloma Bradtke, 28.

 

 

Paloma, wie war Dein beruflicher Werdegang?

Ich habe nach der Schule hier in Berlin Fotografie & Design studiert. Danach bin ich direkt nach London gezogen für ein Praktikum in einer Event Agentur. Mein absolutes Traumpraktikum! Dort habe ich aber leider ziemlich schnell gemerkt, dass es doch nichts für mich war. Besonders die Hierarchien in der Agentur haben mich sehr schockiert. Daraufhin wusste ich, dass ich etwas Eigenes machen musste, ich wollte einfach etwas tun, das Anderen Freude bereitet. Ich brach also mein Praktikum ab, zog mit einer Idee wieder nach Berlin und gründete mit 24 Jahren mein erstes Startup Booom Balloon – ein Online-Shop, über den man Heliumballons als Überraschung versenden kann. Ein paar Jahre später habe ich dann Wonderbar gegründet – das war auch eine reine Bauchgefühls-Entscheidung! Ich stand eines Morgens im Bad und las mir beim Händewaschen die Inhaltsstoffe der Flüssigseife durch. Ich habe nur die Hälfte verstanden und der Rest hörte sich auch ziemlich toxisch an, da dachte ich mir – das geht doch auch natürlicher! So ist Wonderbar entstanden: eine 100% natürliche & vegane Stückseife, die nicht nur der Haut gut tut, sondern auch der Umwelt.

Was ist das Schöne an Deiner Arbeit?

Ich liebe die Vielfalt in meinem Job und dass ich mich um alle Bereiche kümmern kann. Ich kann kreativ sein, aber mich dann auch wieder ums Marketing und Zahlen kümmern. Es ist immer etwas zu tun und es wird wirklich nie langweilig! Durch meine Arbeit habe ich auch schon so viele tolle Gründerinnen kennengelernt und es ist so schön zu sehen, wie sich alle gegenseitig unterstützen. #girlssupportgirls ist nicht nur ein Hashtag!

… und was nervt?

Buchhaltung und Papierkram!

 

 

Home Office oder Büro?

Beides in einem. Ich habe mein Office bei mir zu Hause integriert. Da ich gerne rund um die Uhr arbeite, ist das für mich die perfekte Lösung. Den kürzesten Arbeitsweg der Welt habe ich auch noch. 😉

Woher holst Du deine Inspiration?

Das ist immer ganz unterschiedlich! Inspiration finde ich zum Beispiel in den Themen die mich beschäftigen und unsere Generation widerspiegeln, z.B. Girl Power, Selbstliebe, Positivity und Tinder. Aber auch banale Dinge, so wie meine Obsession für Matcha Tee fließen mit ein. Da ich ein visueller Mensch bin, verbringe ich natürlich auch gerne viel Zeit auf Pinterest und Instagram. Ich bin außerdem auch sehr „color oriented“ und liebe es, Farben miteinander zu kombinieren. Unser Packaging Design ist daher natürlich auch sehr farbenfroh!

 

 

Hast Du Vorbilder?

Cliché, aber definitiv meine Mama! Für mich ist sie Superwoman: stark, selbstbewusst und kreativ. Sie gibt mir das Gefühl, alles erreichen zu können, was ich mir in den Kopf setze. Außerdem finde ich, dass alle Frauen, die gründen und ihre Träume verwirklichen, Vorbilder sind. Ich liebe es, Gründungsgeschichten von Frauen zu lesen – das motiviert und inspiriert.

Was war/ist die größte Hürde beim Gründen?

Ich glaube, dass es keine wirklichen Hürden gibt, wenn man so für seine Idee brennt. Natürlich gibt es ein paar Bereiche so wie Paperworks, Buchhaltung und Steuern, die nicht unbedingt zum Lieblingsthema gehören, aber da muss man einfach durch. Wenn man sein Ziel vor Augen hat, ist alles halb so schlimm und man kann plötzlich Berge bewegen!

 

 

Wie empfindest Du die Unterstützung seitens des Staates beim Gründen?

Ich habe keine staatliche Unterstützung bei der Gründung beantragt und kenne mich daher ehrlicherweise nicht aus. Ich bin auch generell ein Fan von „low budget“ Gründungen, die man auch alleine stemmen kann. Organisches Wachstum halte ich auch für extrem wichtig! Ich denke, viele Startups scheitern, weil sie zu schnell zu viel wollen. Im Allgemeinen finde ich aber, dass gerade junge Gründer, die sich zum Beispiel wie ich direkt nach der Uni selbständig machen, mehr Unterstützung bräuchten. Es hat sich in den letzten Jahren aber definitiv schon etwas getan und es gibt zum Beispiel die Plattform “Startup Teens”, die junge Unternehmer fördert.

Was ist Dein erklärtes berufliches Ziel?

So lange wie möglich das zu tun, was ich liebe! Naturkosmetik ist ein super spannendes Feld und ich denke, dass in nächster Zeit noch einige Produkte dazu kommen werden – stay tuned! Ansonsten nehme ich gerne alles step by step – „Go with the flow“. Das hat bisher super geklappt!

 

 

Was rätst Du anderen Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Authentisch bleiben und auf sein Bauchgefühl hören. Sich nicht von anderen Meinungen verunsichern lassen und sein Ding durchziehen. Ich bin davon überzeugt: wenn man zu 100% hinter seinem Produkt steht und dafür brennt, steckt man andere damit an und wird am Ende damit Erfolg haben. Außerdem sollte man sich nicht zu viele Gedanken machen, was alles schief gehen könnte und wirklich einfach sofort anfangen!

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Vielen Dank, liebe Paloma, für Deine Zeit und Deine Herzlichkeit! Und erst Deine Bescheidenheit! Paloma erzählte mir erst kurz vor Veröffentlichng dieses Artikels, dass sie für den Digital Female Leader Award 2019 nominiert ist. Tragischerweise können wir als Publikum nicht mehr für sie abstimmen, das liegt jetzt in der Hand der Jury. VIEL GLÜCK!

Mehr mutige, kreative und coole HEY Sisters findet Ihr übrigens hier.

 
Fotos: Chatia Zimmer
 
 

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