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Eine unvergessliche Urlaubsbegegnung

Endlich Urlaub. Zusammen mit meinem Freund und unserer Tochter bin ich zur Zeit im Oman, wo wir seinen 50. Geburtstag feiern. Es ist nicht unser erster Urlaub als Familie, aber doch der. der am anstrengendsten ist. Unser Mädchen ist jetzt zwei Jahre alt und testet jeden Tag ihre Grenzen aus. Zickt herum, macht Alarm, wenn sie etwas nicht bekommt und ist oft unausstehlich. Das bringt mich an meine Grenzen- aber eine ganz besondere Urlaubsbegegnung hat mir heute klar gemacht, was wirklich zählt.

Eine Urlaubsbegegnung, die nachwirkt

Aber von vorn. Eigentlich ist es hier in Salalah mehr als traumhaft: 27 Grad, Sonne, Meer. Und dazu rund um die Uhr lecker Essen- was will man mehr?

Das Rotana Resort in Salalah- eine traumhafte Location im Oman

Das Problem: unser bockendes Kind. Das beim Abendessen seinen Teller auf den Boden schmeißt, nicht sitzen bleiben möchte und laut ist, was die anderen Gäste mit einer hochgezogenen Augenbraue quittieren. Zumindest fühle ich das… Das Ergebnis: ein resignierender Papa und eine stinksaure Mama. Das Kind hört nicht und den Mann kümmert es nicht. ARGH!

Da jetzt kommt sie ins Spiel: die philippinische Bedienung.

Sie sieht unser Mädchen liebevoll an und fragt nach dem Alter der Kleinen: “Zwei“, antworte ich knapp und ziehe die Stirn in Falten.

Worauf sie mir antwortet: “Oh, my babygirl is also two years old.”

Ob sie genauso anstrengend wäre, frage ich.

Und da sagt mir die Frau: “I don’t know. The last time i saw her, she was seven months old. I have to work here, and the baby is in the Philippines.”

Ich habe mich noch nie so geschämt. Diese Urlaubsbegegnung hat mich demütig gemacht.

Ladies!

Lasst uns unser Leben genießen, dankbar sein, Größe zeigen, über den Dingen stehen- denn es geht uns so verdammt gut.

❤️

Ps: Mehr Berichte zum Thema Reisen findet Ihr hier.

2 Comments

  • Tello
    9. Januar 2015 at 13:34

    Toll, dass uns solche Situationen immer wieder die Augen öffnen und den Sinn für das Wesentliche schärfen. Der Alltag kann einen schon sehr vom Gedanken der Dankbarkeit für das Alltägliche ablenken. Gut, dass uns irgendeine Kraft im Universum diese Korrektive sendet.

    Reply
  • danielajaeggi
    8. Januar 2015 at 22:12

    Sympathisch, ehrlich und witzig geschrieben und … wie wahr! Schlimm nur, dass wir es immer erst wieder schätzen, wenn uns jemand die Augen öffnet (und da nehme ich ich keineswegs aus)! Cool, dass Du das erzählt hast. Danke 🙂

    Reply

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