HEY Sisters Lifestyle

HEY Sisters: Claudia Ludowig von “in a box”

3. März 2019

Wisst Ihr, was ich an dieser Rubrik liebe? Dass ich dafür so coole und interessante Frauen einfach ganz ohne Neid und Argwohn anschreiben kann und sage: “HEY DU! Ich will mehr von Dir wissen! Du bist toll!” Das ist eine unheimliche Bereicherung und Inspiration. Und es macht Lust, sich selbst zu verwirklichen! Auch bei meiner heutigen Sister war es quasi Liebe auf den ersten Klick:

 

 

Ich fand ihre Seite auf Instagram und die Geschäftsidee faszinierte mich. Als ich dann sah, dass in a box aus München kommt, wollte ich unbedingt mehr über Gründerin Claudia Ludowig wissen. Die 38-Jährige lebt mit ihrem Mann und ihrer 3-jährigen Tochter in der bayerischen Landeshauptstadt. Als leidenschaftliche Gastgeberin liebte sie es schon immer, Menschen einzuladen, Räume stimmungsvoll zu dekorieren und Momente zu schaffen, die noch lange in Erinnerung bleiben. Aber als berufstätige Mutter mit Kind und Kegel, Job, Familie und Haushalt blieb nicht mehr so viel Zeit für aufwändige Party-Vorbereitungen. Und weil sie damit nicht alleine ist, gründete sie in a box– und schuf damit einen persönlichen Party-Planer, Dekorateur und Animateur zugleich. In jeder Box steckt alles, was man für ein rauschendes Fest braucht. Nur feiern muss man noch selbst. 😉

 

Claudia, welche beruflichen Stationen hast Du schon durchlaufen?

Als studierte Kauffrau und Volkswirtin war ich in den vergangenen 12 Jahren in der Konsumgüterindustrie, in der Unternehmensberatung und in der Medienbranche tätig.

 


 

Was ist das Schöne an Deiner Arbeit?

Ich konzipiere ja Party-Boxen für Motto-Kindergeburtstage, Baby – und Brautparties, Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und Co – bei mir ist also quasi jeden Tag PARTY angesagt. Im Ernst: ich finde es ganz wunderbar, dass ich mich jeden Tag mit fröhlichen Themen und schönen Produkten befassen darf, die das Leben ein bisschen bunter machen. Ich liebe außerdem die Vielseitigkeit, die das Startup-Leben mit sich bringt. Und natürlich schätze ich es, viel selbstbestimmter arbeiten zu können. Wenn mein Kopf zum Beispiel bei knapp 40 Grad Außentemperatur schon langsam anfängt zu pfeifen wie ein Wasserkessel, dann schnappe ich mir eben meine Badesachen und kühle mich kurz im Freibad um die Ecke ab. Die liegengebliebene Arbeit hole ich dann abends oder am (verregneten) Wochenende nach.

 

… und was nervt?

Dass der Tag nicht 48 Stunden hat. Neben dem daily business wie Auftragsabwicklung, Social Media, Buchhaltung und Co, heißt es Blogbeiträge schreiben, neue Party Boxen entwerfen, Marketingmaßnahmen durchführen, neue Vertriebswege ausloten, Shootings machen, und und und. Das macht alles richtig viel Spaß und ich werde im Tagesgeschäft auch tatkräftig unterstützt. Aber mir schwirren einfach die Ideen viel schneller im Kopf herum, als ich sie umgesetzt bekomme. Das nervt mich hin und wieder… Geduld gehört nun mal nicht zu meinen Stärken.

 

 

Home Office oder Büro?

Home Office. Nach sieben Jahren Großraumbüro in einem Medienkonzern war das eine echt krasse Umstellung. Zwar war ich den permanenten Geräuschpegel los, dafür war aber auch niemand mehr da, den man mal eben nach seiner Meinung fragen kann. Das Kommunikative hat mir am Anfang schon gefehlt, jetzt liebe ich es, ungestört und konzentriert arbeiten zu können. Ich baue mir aber regelmäßig Lunchtermine, Meetups, Veranstaltungen, Messen oder Workshops ein, damit meine kommunikative Seite nicht verkümmert.

 

Woher holst Du deine Inspiration?

Inspiration finde ich überall, ob im Alltag auf dem Spielplatz oder beim Kindergeburtstag, oder auch auf Reisen. Natürlich komme ich in meinem Job um stark visuelle Social Media Kanäle wie bspw. Pinterest und Instagram nicht herum. Aber auch Messen liefern Stimmungen und Trends, die ich in mein Business einfließen lasse. Manchmal inspirieren mich auch Anfragen von Kundinnen, die eine ganz individuelle Vorstellung für ihr nächstes Fest haben.

 

 

Hast Du Vorbilder?

Vorbild im Sinne von einer bestimmten Persona finde ich persönlich schwierig. Jeder Mensch hat positive und weniger positive Eigenschaften und eben auch jede vermeintlich gute Eigenschaft ihre Schattenseite. Liegt alles im Auge des Betrachters. Ich umgebe mich gerne mit Menschen, die zielstrebig ihren Weg gehen, auch wenn das den ein oder anderen Umweg bedeutet, für die das Glas immer halb voll ist, und die sich selbst nicht so wichtig nehmen, ja, von denen eine gewisse Leichtigkeit ausgeht.

 

Was war/ist die größte Hürde beim Gründen?

Die 180-Grad-Wende vom Teamplayer zur One-Woman-Show. Plötzlich waren da keine Mitarbeiter mehr, die mich bei der Umsetzung meiner Ideen unterstützen konnten, keine Kollegen mehr, mit denen ich mich austauschen konnte, keine Fach-Experten mehr, auf deren Know-how ich zurückgreifen konnte. Kein Telefon mit Kurzwahltasten für Buchhaltung, Rechtsabteilung, Marketing, Vertrieb, IT, Produktion und Co. Sich ein gutes Netzwerk aufbauen zu müssen, um solche Themen abzudecken, war schon eine Herausforderung bzw. ist es noch immer.

 

Was ist Dein erklärtes berufliches Ziel?

Ich möchte jeder Gastgeberin und jedem Gastgeber mit in a box dabei helfen, feiern gleichzeitig einfacher und schöner zu machen. Einfacher, weil man alles aus einer Hand bekommt. Man braucht nur das Thema auswählen, bestellen und losfeiern! Keine tagelange Planerei, keine unnötige Lauferei, keine unzähligen Versandkosten. Schlichtweg kein Stress. Schöner, weil in jeder Box nicht nur unglaublich viel sondern auch besonders hochwertiges Zubehör steckt. Eigens designte Papeterie und wunderschöne stilvolle Dekoration fernab vom Einheitsbrei. Und on top sogar noch schön für die Umwelt, denn das Zubehör ist wieder verwendbar oder kompostierbar.

 

 

Was rätst Du anderen Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Nicht reden, sondern machen. Eine gute Idee zu haben ist toll und wichtig! Es ist aber nur der Anfang und sie bringt Dir nichts, wenn Du die PS nicht auf die Straße bekommst. Machen heißt für mich aber nicht gleich einen Bankkredit in Millionenhöhe aufzunehmen, sondern aktiv werden und seine Idee durch Wettbewerbsbeobachtung, Gespräche mit potentiellen Kunden, Recherche, Tests und Co reifen zu lassen. Und dann entscheiden: ziehe ich es durch oder war es nur ein Luftschloß?! Verlasse Deine Komfortzone. Wenn Du etwas nicht weißt, frag jemanden, der es weiß oder wissen könnte. Du kannst nicht alles allein machen. Bitte um Hilfe und delegiere. Und auch wenn Du mal hinfällst, schnell wieder aufstehen, Krönchen richten, und weiter gehen.

Und ein neues Krönchen gibt’s natürlich auch bei in a box! 😉

Liebe Claudia! Vielen Dank für Deine ausführlichen und so wunderbar sympathischen Antworten! Ich finde Dein Konzept klasse und die Liebe zum Detail wird Deinen Erfolg immer aufrecht erhalten, das spür ich!

 
Fotos: Martin Waury
 
 

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