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Buchtipp: Susanne Ackstaller- “Die beste Zeit für guten Stil”

Was ist guter Stil? Diese Frage beschäftigt mich hier auf hey sister immer wieder. Ich liebe es, mir ganz unterschiedliche Frauen anzusehen und wie sie ihren individuellen Stil entwickelt haben. Edel oder exzentrisch, klassisch oder cool? Alles geht. Doch was ich am meisten bewundere, ist, wenn eine Frau tatsächlich ihren Charakter in ihrem Dresscode ausdrücken kann. Denn dann wird die Persönlichkeit zu einem Look. Und deshalb freue ich mich grade ganz besonders, dass eine neue Modebibel in meinen Bücherschrank eingezogen ist: Susanne Ackstallers “Die beste Zeit für guten Stil”.

Die beste Zeit für guten Stil

Susanne kennt ihr vielleicht von ihrem Blog texterella, auf dem sie seit über 10 Jahren über Mode und Lifestyle schreibt. Und auch, wenn ihre Hauptzielgruppe Frauen Ü40 sind, liebe ich ihren Stil, ihre Authentizität und ihre Schreibe. Susanne macht den Eindruck, als ruhe sie sowohl im Leben, als auch in der Mode in sich- vielleicht ist sie gerade deshalb ein Vorbild für mich (ok, ganz sicher). Doch zurück zum Buch: in “Die beste Zeit für guten Stil” zeigt uns Susanne ihre wichtigsten Basics für den Kleiderschrank. Außerdem erzählen elf inspirierende und stilbewusste Frauen, wie Kleidung ihre Persönlichkeit unterstreicht.

Susanne Ackstaller; Foto: texterella

Susanne, wann hast Du deinen Stil gefunden?

Den Hang zu einem eher auffälligen und bunten Look hatte ich immer schon, auch als Schülerin und Studentin. Ich habe es immer geliebt, Outfits mit besonderen Accessoires zu pimpen, überhaupt etwas Besonderes, Anderes als Andere zu tragen. Trends haben mich dabei nie interessiert, bis heute nicht. Zwischendrin, in meiner Kinderphase, musste es dann aber einige Jahre eher praktisch sein. Das war, modisch gesehen, eine ziemlich fade Zeit. Seit Mitte Vierzig kultiviere ich meinen Look wieder; gemeinsam mit Texterella hat er sich weiterentwickelt und ist noch mutiger geworden.

Was ist Dein “Alltime Favorite” Lieblingslook?

Ich liebe Streifenshirts und habe davon einige im Schrank. Man kann sie ganz klassisch tragen, zu einer Jeans oder auch zu einer Marlene-Hose. Man kann sie aber auch sehr extravagant stylen: ein rot gestreiftes Shirt etwa zu einem pinken Rock. Klingt erstmal schräg, ist aber eine ganz großartige Kombination.

Was war Deine schlimmste Styling-Sünde?

In meinen frühen Vierzigern hatte ich eine Phase, in der ich meinen von drei Schwangerschaften verbliebenen Speck mit schwarzen Hüllen zu verstecken versuchte. Die Fotos aus der Zeit machen mich heute fast ein bisschen traurig. Irgendwann merkte ich aber, dass dieser Look einfach nur trist ist und dass es auch gar keinen Grund gibt, meine Pfunde und Kurven zu verstecken.

Wie hast Du die Frauen für das Buch ausgesucht?

Das war wirklich nicht leicht – es gibt so viele tolle Frauen! Wichtig war uns (dem Knesebeck Verlag, der Fotografin Martina Klein und mir) eine möglichst diverse Mischung, damit sich viele Frauen mit dem Buch identifizieren können. So reicht die Alterspanne von Mitte 40 bis Ende 60, es gibt unterschiedliche Figurtypen, Hautfarben, berufliche Hintergründe, Lebensentwürfe. Viele Frauen kannte ich bereits, aber nicht alle.

Mein Fazit

Die beste Zeit für guten Stil ist wirklich eine Modebibel, die absolut zeitlos ist. Sie ist mit Liebe zum Detail geschrieben und heute genauso gültig wie in zehn Jahren. Denn was wieder einmal klar wird: Stil ist, wer DU bist. Durch die verschiedenen Frauen in Susannes Buch lernen wir unterschiedlichste Charaktere kennen. Bloggerinnen, Geschäftsfrauen, Journalistinnen. Am meisten beeindruckt hat mich übrigens “The Curvy Magazine“-Gründerin Carola Niemann- was für eine Frau!

Und mir wird wieder einmal klar, was dieser entscheidende Unterschied zwischen Mode bzw. Trends an makellosen aber langweiligen InstaModels und dem Esprit von inspirierenden Frauen ist… denn Stil hat man- oder nicht. 

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