Lifestyle Psyche

Current Mood: standby.

2. September 2019

Mein Kopf ist so voll. Und obwohl ich heute zum ersten Mal nach Wochen wieder ungestört arbeiten könnte, weil meine Tochter bei ihrem Opa ist, kann ich micht nicht konzentrieren. Der Grund: meine Psyche.

Leben mit Depressionen

Und zum ersten Mal habe ich Angst, darüber zu schreiben. Denn bisher habe ich immer mit sicherem Abstand von einer Krise geschrieben. Um Mut zu machen. Aus Stolz, sie überwunden zu haben. Heute schreibe ich mitten aus einer Krise heraus.

 

 

Und vielleicht gehört auch das zum Wachstum.

Ich wohne jetzt seit einigen Wochen in Regensburg, ich liebe meinen Mann, meine Tochter kommt nächste Woche in die Schule. Es ist alles perfekt.

Und trotzdem weine ich heute stündlich. Ich bin müde. Ich möchte nur schlafen.

Der Grund: ich dosiere (zusammen mit meinem Arzt) meine Medikamente ab. Wie Ihr wisst, verteufele ich die Einnahme von Antidepressiva nicht. Jeder soll selbst entscheiden, ob er Tabletten nimmt oder nicht. Ich musste die letzten Jahre als Alleinerziehende funktionieren, immer. Jetzt, in meinem sicheren Hafen, möchte ich langsam mit den Tabletten aufhören.

Antidepressiva absetzen

Ich dosiere seit einem Jahr stetig ab. Bisher hat das gut funktioniert. Doch je weiter es nach unten geht, desto schwieriger wird es. Ich weiß, dass sich das Hormon- Chaos legen wird, irgendwann. Aber das Schwierigste ist es, diesen Zustand auszuhalten.

Mein Stolz hat es mir bisher verboten, diese Phase mit Euch zu teilen. Heute fühle ich aber ganz stark, dass es wahrscheinlich auch für mich enorm wichtig ist. Euch zu zeigen, dass mein Weg nicht nur steil bergauf geht. Dass es immer wieder Phasen gibt, die schwer sind. Dass es sich aber lohnt.

Dass der Weg scheiße und hart und anstrengend sein kann, obwohl alles um mich herum gerade funktioniert. Dass ich an mich glauben muss, auch wenn mein Körper im Moment nur nach seiner alten Dosis Serotonin schreit und gottverdammtnochmal funktionieren will!

Und ich möchte Euch sagen, dass ich Angst habe.

Angst um meinen Mann und dass er die Nase voll haben könnte von dem weinenden Etwas in seinem Bett. Angst, ob alles gut geht. Angst vor einem Rückfall.

.

Aber Angst kann nur durch Exposition vergehen. Face it. Egal ob Flugangst oder die Angst vor den eigenen Abgründen.

Here i come, my greatest fear.

.

 
 

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