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Kleidung leihen? Alle Anbieter im Überblick

Arbeiten von überall? Klar! Das Bild von der digitalen Nomadin ist längst kein außergewöhnliches mehr. Frei wie der Wind, nur mit Smartphone und Laptop ausgerüstet. So wie hey sister Stefanie, die in Mexiko Stadt aus dem Koffer lebt und sich in verschiedenste Airbnbs einmietet. Sich festzulegen, scheint langweilig geworden. Das zeigt nicht nur Tinder. Neben den Apartments auf Zeit boomt auch das Geschäft mit Uber oder Cars on demand. Auch Kleidung leihen ist ein Modell, das langsam aber sicher Schule macht.

Kleidung leihen statt kaufen

Denn dass das Mieten von Kleidung sinnvoll wäre, das streitet niemand ab. In einer Wegwerfgesellschaft ist es enorm wichtig, Alternativen zum Dauerkonsum zu finden. ABER: Kleidung ist schlicht zu günstig. Und das Problem mit dem Verschicken der Kleidung per Post bleibt. Um Versandkosten und CO2 Verbrauch einzudämmen, setzen die meisten Anbieter auf Boxen und komplette Looks.

Welche Anbieter gibt es?

  • FAIRNICA: Die erste Fair Fashion Capsule Wardrobe Vermietung; ab 69 Euro pro Monat kommt ein kompletter Look zu Dir nach Hause.
  • Myonbelle: Der Online-Fashion-Verleih schickt ebenfalls Outfit-Boxen- zusammengestellt nach deinem Geschmack. Ab 39 Euro pro Monat.
  • UNOWN: Hier gibt es Schätze von nachhaltigen Anbietern wie Darideh und großen Brands. Es gibt sowohl die Möglichkeit, Einzelstücke zu leihen, als auch monatliche Memberships abzuschließen. Ebenfalls ab 39 Euro pro Monat.
  • Eine Stufe exklusiver ist das Ganze bei Dresscoded aus München: dort werden (hochpreisige) Abendkleider und Dirndl für den besonderen Anlass verliehen.
  • Du brauchst noch die passende Designertasche für den perfekten Auftritt? Die gibt es bei BAG & BORROW oder FOBE.
  • Babykleidung gibt es bei Räubersachen. Das Konzept können wir nur empfehlen! Denn aus eigener Erfahrung wissen wir: Schneeanzüge und Co sind nicht nur teuer, sondern passen genau eine Saison. Bei Räubersachen könnt Ihr die Kleidung mieten und nach ein oder mehreren Monaten zurückschicken.

Große Insolvenzwelle

Corona hat ordentlich aufgeräumt auf dem StartUp Markt- leider. So ist beispielsweise Gründerin Thekla Wilkening (ehemals Kleiderei) auch mit dem neuen Projekt Stay Awhile gescheitert. Auch Studio Zero sowie die Anbieter für Kinderkleidung Kilenda und Tchibo Share mussten ihr Geschäft einstellen. Alle Anbieter begründen ihr Aus mit der gesunkenen Nachfrage aufgrund der Corona Krise.

Ausblick

Es wird sich zeigen, ob sich die Verleihmodelle dauerhaft auf dem Markt etablieren können. Immerhin versuchen sich mittlerweile auch die großen Ketten an Leih-Modellen, so zum Beispiel H&M. Dort können Kund:innen in der Filiale Mitte Garten noch bis Ende des Jahres Kleidung leihen, von fünf Tagen bis zu drei Wochen. Das Problem: dafür fallen pro Tag zwischen fünf und neun Euro an.

Fakt ist: wenn ein T-Shirt nur 15 Euro kostet- wer mietet dann? Kleidung muss endlich teurer werden, damit alternative Modelle Sinn machen.

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