Lifestyle Psyche

Sucht. Ein Gedankengang.

13. Oktober 2017

Wir kennen es alle. Das “Abschalten wollen”. Wie oft sagen wir: “Puh, ich glaub ich brauch ‘n Schnaps!” nach einem krassen Erlebnis. Oder wenn wir einen schlechten Tag hatten. Dann gibt’s ein Glas Wein und das wird nicht selten zur Flasche. Oder ein Stück Schokolade zum Trost. Das dann in einer ganzen Packung endet und weil es schon egal ist, komme die Chips noch dazu.

Gelegentlich ist das ein Bestandteil des Lebens.

Nur- wenn es öfter passiert, dann macht es krank.

Und wenn es ständig passiert, dann wird es zur Sucht.

Sucht ist: Das Zudecken von unangenehmen Gefühlen.

Das Verdrängen von Schmerz. Egal, welche Sucht wir betrachten- die Betroffenen versuchen, ihr Leben im IST-Zustand weiterzuleben, obwohl sie eigentlich wissen, dass es so nicht weitergeht. Anhaltender Stress, Geldsorgen, Liebeskummer- es wird fleißig weg geschoben. Doch anstatt Schritte einzuleiten, die das Chaos beseitigen könnten, greifen die Menschen zur Ablenkung.

Egal ob Zucker, Alkohol, Zigaretten oder andere Drogen wie Cannabis oder Koks- eine Lösung sind Suchtmittel nie.
Sie sind ein Aufschieben des belastenden Zustandes- doch am Schluss merkt man, dass sie sich die Probleme nicht in Luft aufgelöst, sondern sogar verdoppelt haben. Mindestens. Vielleicht sogar verdrei-, vervier- oder verfünffacht.

Denn plötzlich belastet einen nicht nur das UR-Problem, sondern die Abhängigkeit, die Sucht obendrauf. Dazu die Verletzungen, die man anderen zugefügt hat. Und oft finanzielle und körperliche Probleme.

Das Wort “Sucht” kommt nicht von Suche.

Sondern von Siechen.

Nicht alles kann wiederhergestellt und geheilt werden.

Wenn Ihr Probleme mit Sucht habt, seid Euch dessen bewusst: Ihr könntet alles verlieren.

 

 

Bitte lasst Euch helfen.

 

 

 

Internet Fachverband Sucht: www.sucht.de

Sucht- und Drogen-Hotline: www.sucht-und-drogen-hotline.de

Telefonische Hilfe: 01805/313031 (24h, 14 Cent/ Minute aus dem Festnetz)

 

 

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