HEY Sisters

HEY Sisters: Karolina Kot von SaVAmoment

19. November 2019

Es gibt viel zu tun! Und das ist für Selbstständige, GründerInnen und mittelständische Unternehmen oft Fluch und Segen zugleich. Im vollgefüllten Business-Alltag bleibt dann nämlich (mindestens) eine Sache auf der Strecke: Akquise, Social Media, Marketing… und da kommen sie ins Spiel: so genannte Virtual Assistants. Sekretärin war gestern, heute helfen VAs UnternehmerInnen dabei, zeitraubende Aufgaben zu erledigen. 

Eine von ihnen ist Karolina Kot aus Nähe von Hamburg. Die 30-jährige ist Mutter einer fast 2-jährigen Tochter und seit März 2019 selbständig: als virtuelle Assistentin für die Bereiche Social Media Management und Customer Service. Mit Savamoment begleitet sie Online-Unternehmen durch den Social Media Dschungel.

 

 

Karolina, wie war Dein beruflicher Werdegang?

 Selbständigkeit war schon immer ein Traum von mir, ich wusste aber nie so recht, wie ich damit loslegen und was ich genau machen sollte. Ich bin ausgebildete Bürokauffrau und in jedem Job stand Kundenorientierung im Mittelpunkt. In meiner letzten Festanstellung habe ich dann Social Media für Unternehmen kennengelernt. Als Digital Native war ich schockverliebt und wusste: ich will Social Media Managerin werden! Zwischenzeitlich hatte ich über YouTube und Pinterest von dem Beruf der virtuellen Assistentin erfahren und irgendwie blieb er mir total im Kopf hängen. Im ersten Jahr der Elternzeit absolvierte ich dann eine Weiterbildung zur Social Media Managerin und als mir mein Chef keine Stelle in diesem Bereich bieten konnte, entschied ich mich: now or never! Ich ließ mir eine nebenberufliche Selbständigkeit bestätigen und meldete mich am nächsten Tag beim Gewerbeamt. Am 01. März 2019 legte ich dann los und einige Tage später begann ich die Arbeit für meine ersten Kunden.

Was ist das Schöne an Deiner Arbeit?

Es ist einfach unglaublich schön, dass ich alle meine bisher erworbenen Kenntnisse einsetzen und mich als Profi positionieren kann. Außerdem lerne ich jeden Tag neue Skills dazu, was mich richtig antreibt. Dabei bin ich bin mein eigener Boss und völlig flexibel, sowohl zeitlich als auch räumlich. Ich kann immer für meine Tochter da sein, muss mir keine Sorgen über Ausfallzeiten machen, wenn sie einmal krank wird und kann gleichzeitig von jedem Ort auf der Welt arbeiten. Mehr als Laptop, Smartphone und WLAN brauche ich dafür nicht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man auf Social Media super interessante und inspirierende Personen kennen lernt, die auf gleicher Wellenlänge sind. Wirklich eine große Chance für den Aufbau eines Business-Netzwerks!

.. und was nervt?

Wenn Interessenten und Kunden Deine Zeit nicht respektieren und auf Nachrichten/Bewerbungen gar nicht erst reagieren oder Telefontermine nicht einhalten. Außerdem bieten viele neue VAs, aber auch einige VA-Agenturen, ihre Leistungen ziemlich unter Wert an, was oft zu Diskussionen über mögliche Rabatte und zu weniger Wertschätzung für unsere Arbeit führt.

 

 

Home Office oder Büro?

Im Moment definitiv Home Office! Das macht es mir viel leichter, mein Business mit dem Mama-Sein zu verbinden. Gerne möchte ich in naher Zukunft reisen und somit mein virtuelles Büro immer dabei haben. Je nachdem, wie sich mein Business entwickelt, ziehe ich auch ein angemietetes Büro in Erwägung.

 Woher holst Du deine Inspiration?

Instagram! Ich kenne keine zweite Plattform, in welcher sich so viele inspirierende und kreative Menschen tummeln, wie dort!

Hast Du Vorbilder?

Mein größtes Vorbild ist meine bisherige Chefin, Freundin und gleichzeitig Mentorin, die mir vor 5 Jahren die Welt des emphatischen Kundenservices eröffnet hat. Sie hat die Stärke, die Power und den Antrieb, Sachen anders zu machen und alles auf den Kopf zu stellen! Ihr Rat gibt mir immer Kraft weiterzumachen und dafür bin ich sehr dankbar!

Was war die größte Hürde beim Gründen?

Das eigene Mindset! Das bestimmt, ob Du Dich weiterhin in Deiner Komfortzone bewegst, oder Dich Deinen Ängsten stellst und einfach gründest, sowie auf Menschen zugehst. Außerdem empfand ich es anfangs schwer, mich so zu zeigen, wie ich bin. Stattdessen habe ich mich mit anderen VAs verglichen und meine Plattformen danach aufgebaut, wie sie der Allgemeinheit gefallen könnten. Das ist aber der falsche Weg. Im Endeffekt konnte ich nur durch meine eigenen kreativen Ideen und meine Authentizität erste Kunden gewinnen.

 

 

Wie empfindest Du die Unterstützung seitens des Staates beim Gründen?

Das Tolle an dem Start als VA ist, dass man außer Laptop und WLAN zur Gründung nichts weiter benötigt. Ich habe somit auch keine Unterstützung seitens des Staates in Anspruch genommen, habe mich vorher dennoch über verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung informiert. Aufgefallen ist mir dabei, dass die verschiedenen Modelle sehr unübersichtlich und bürokratisch sind, was sicherlich in vielen Fällen dazu führt, dass GründerInnen davor zurück schrecken. Als eine wertvolle Quelle für Tipps zum Start, sowie kompetente Schritt für Schritt-Betreuung beim Unternehmensaufbau hat sich die IHK erwiesen. Hier wird wirklich super Arbeit geleistet!

Was ist Dein erklärtes berufliches Ziel?

Mein Ziel ist, UnternehmerInnen dazu zu bewegen, die Angst vor persönlichem Kontakt zu ihren Kunden über soziale Medien wegzulegen. Gleichzeitig möchte ich in meinen Spezialisierungen noch besser werden und Unternehmen schrittweise durch die Social Media-Welt leiten, sowie dazu ermutigen hochwertigen und relevanten Content zu liefern. Eine weitere Berufung von mir ist, Frauen dabei zu bestärken, den Weg in ihrem Traumjob zu gehen. Sei es, die Selbständigkeit zu starten oder den Job „einfach“ zu wechseln. Viel zu oft kommen Mütter auf mich zu, die der Meinung sind, mit Kindern hätten sie keine Möglichkeiten mehr, ihren Traum zu leben. Völliger Quatsch! Und das versuche ich mit meinem Instagram-Auftritt bereits zu kommunizieren.

Was rätst Du anderen Frauen auf dem Weg in die Selbststständigkeit?

1. Verlasse Deine Komfortzone, ertrage kurz den Schmerz der Angst und traue Dich einfach! Die schlaflosen Nächte gehen vorbei und Du wirst dankbar sein, den Schritt gewagt zu haben.
2. Vergiss Perfektion und mache einfach den ersten Schritt! Die Website muss nicht sofort perfekt sein und Deine Social Media Kanäle kannst Du ebenfalls nach und nach aufbauen. Halte Dich nicht unnötig damit auf, alle Knöpfe verschließen zu wollen, bevor Du startest, sondern starte!
3. Mache nicht den Fehler, Dich mit anderen zu vergleichen. Stattdessen analysiere den Markt und werde selbst kreativ, ohne andere nachzuahmen.
4. Besuche Events, um Dir zusätzlich ein Offline-Netzwerk aufzubauen, das Dich motiviert und inspiriert. Wer weiß? Vielleicht ist sogar Dein neuer Kunde dabei! Tolle Events findest Du auf der Plattform XING.

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Vielen Dank liebe Karolina, für dieses erfrischende Interview!

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