HEY Sisters

HEY Sisters: Bernak Kharabi von “The Devi”

27. Januar 2019

Die Frau, die ich Euch heute vorstellen will, ist wieder einmal einer der Gründe, warum ich immer noch auf Instagram bin. Wie oft hab ich schon überlegt, mich vom Jahrmarkt der Eitelkeiten abzumelden- aber immer, wenn ich so weit bin, verbindet mich das Netzwerk auf verschlungenen Pfaden mit einer interessanten Persönlichkeit- und ich bin doch wieder ganz dankbar, dabei zu sein.

The Devi

Bernak Kharabi ist 31 Jahre alt, in Teheran geboren, in NRW aufgewachsen und derzeit Wahlberlinerin. Die vergangenen sechs Jahre war sie im Sales / Marketing angestellt, arbeitete bei verschiedenen Stationen, von der Kunstgalerie bis hin zum Auktionshaus, Fokus auf zeitgenössischer Kunst. Jetzt war es für Bernak an der Zeit, sich selbst zu verwirklichen und so gründete sie „The Devi“: eine Plattform für Frauen.

 

Foto: Katja Vogt

 

Bernak, was ist das Schöne an Deiner Arbeit?

Mich mit Themen beschäftigen zu können, die mich persönlich betreffen. Es gab oft Situationen, in denen ich selber Rat oder etwas Support brauchte. Es ist ein ziemlich schönes Gefühl, dass unsere Artikel oder Events bei anderen Menschen etwas Positives bewirken. Außerdem kann ich meine Erfahrung aus der Kunstbranche mit The Devi verbinden und Projekte in diesem Zusammenhang planen. Es soll eine Botschaft an die Mädels da draußen geben: Hey, du bist nicht allein und du schaffst das!

 

 

 .. und was nervt?

Ein klares Ziel zu definieren und sich manchmal einfach entscheiden zu müssen. Zurzeit steht noch alles am Anfang und Geduld ist nicht gerade meine Stärke. Darüber hinaus auch festzustellen, dass es nicht gerade leicht ist manchen Menschen das Thema „Female Empowerment“ näher zu bringen ohne gleich in Stereotypen über Feminismus zu verfallen. Ich trage gerne Lippenstift und hohe Schuhe, dies macht mich nicht weniger zu einer Feministin. Na, und überhaupt unserer Gesellschaft die Realität zu veranschaulichen. Dies können manchmal auch Inhalte sein, über die nicht gerne geredet wird oder die erst einmal schwer verdaulich sind. Von einer offenen Kommunikation über Ängste bis hin zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, diese Themen sind existent und da muss einfach noch verdammt viel getan werden.

Home Office oder Büro?

Aktuell Home Office oder auch mal ein Co-Working Café um die Ecke. Das Schöne ist die Flexibilität, und auch gemeinsame Arbeitstage mit Freunden einbauen zu können. Von Zuhause aus arbeiten erschwert es aber auch ein Ende zu finden. Da sitzt man doch mal schnell bis spät abends am Laptop.

Woher holst Du deine Inspiration?

Vieles aus Büchern, Talks, Recherche über neue Studien oder Kampagnen, ich gehe außerdem gerne zu unterschiedlichen Events und Workshops (da gibt es etliche in Berlin). Auch Gespräche im Alltag reichen manchmal schon ungemein, um spannende und vor allen Dingen authentische Themen aufzuschnappen. Ich unterhalte mich einfach gerne mit Menschen, da entsteht manchmal in kurzen Gesprächen bereits neuer Content für Projekte oder Artikel.

 

 

Hast Du Vorbilder?

Der Begriff „Vorbild“ ist irgendwie schwierig. Schön ist es sich selber in seiner idealen Version vorzustellen und sein Leben nach diesem Bild auszurichten. Es gibt einige starke Menschen, die ich ziemlich inspirierend finde. Oft orientiere ich mich mehr an Frauen, da ich mich natürlich damit am Ehesten verbunden fühle, aber um ehrlich zu sein sehe ich tagtäglich unglaubliche „Vorbilder“ um mich herum: Menschen, die sich etwas aufbauen, sei es eine Familie oder eine Karriere, und für sich und Andere einstehen. Das können bereits meine Freunde sein oder zum Beispiel meine Mutter, eine absolute Powerfrau.

Was war/ist die größte Hürde beim Gründen?

An sich zu glauben. Eine tagtägliche Hürde, an der ich kontinuierlich arbeite. Dabei mit Rückschlägen umzugehen und sich immer wieder sagen: Just got for it girl. Und natürlich auch die finanzielle Hürde mit allen möglichen Ängsten wie Fehlentscheidungen zu treffen oder Neues auszuprobieren. Durch eigene Projekte musste ich Vieles dazulernen. Sei es Computerprogramme oder Steuerfragen. Das ist zum Teil interessant, nimmt aber ziemlich viel Zeit ein.

Wie empfindest Du die Unterstützung seitens des Staates beim Gründen?

Das steht bisher noch in Bearbeitung. Ich bin gerade noch dabei alles auszuarbeiten und bin gespannt, was dabei herauskommt.

 

Foto: Maximilian Maertens

 

Was ist Dein erklärtes berufliches Ziel?

Etwas bewegt zu haben in dieser Welt. Klingt recht ambitioniert, aber es geht darum einen nachhaltigen und positiven Mehrwert in unserer Gesellschaft zu erschaffen. Im Grunde möglichst viele Frauen den Weg in ein unabhängiges und glücklicheres Leben weisen.

Was rätst Du anderen Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Flexibel bleiben und den Grund des Beginns nie vergessen. Oft gibt es eine entscheidende Situation oder etwas im Leben hat sich gravierend geändert. Zweifel und Angst sind vollkommen natürlich, aber der Versuch ist es wert. Und ein gut durchdachter Plan ist notwendig, dieser kann sich immer noch ändern oder es passieren unvorhersehbare Dinge. Wichtig: Einfach weitermachen.

 

YOU GO SISTER!

Danke Bernak für die wunderbaren Antworten- und viel Erfolg mit The Devi!

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